Nun da sich der Vorhang der Nacht von der Bühne hebt, kann das Spiel beginnen, das uns von den Überresten des Tages in der Android-Welt berichtet. Los gehts, compadres.

Und sonst so? Letzte Regentropfen im Android-Sommer (Dienstag, 17. Juli 2012)

Android-Smartphones

Samsung deutet nach der roten Variante, die es in den USA exklusiv bei AT&T geben wird, weitere Farbversionen des Samsung Galaxy S3 an. Wie die aussehen könnten, seht ihr in diesem Artikel.

Android-Tablets

Vorbesteller in UK und Kanada können sich freuen – ihre Nexus 7-Tablets werden derzeit verschickt und sollten in Kürze bei den glücklichen Besitzern eintrudeln.

Bilderstrecke starten
10 Bilder
Unsere Top 9 Smartphones mit langer Akkulaufzeit (2018)

Apps

Instagram wurde mal wieder aktualisiert. Die Foto-App unterstützt jetzt nicht nur das Nexus 7, sondern kann Fotos jetzt auch automatisch zu Flickr exportieren. [Play Store]

Wer noch auf Ice Cream Sandwich festhängt, aber schon einmal die tolle Software-Tastatur aus Jelly Bean ausprobieren möchte, kann diese jetzt aus dem Play Store herunterladen. [Play Store] Nachtrag: Die App wurde offensichtlich aus dem Play Store entfernt – warum, wissen wir zur Stunde nicht.

Und noch ein Goodie aus Android 4.1: Holo Locker ahmt den Lockscreen von Jelly Bean nach und funktioniert dem Vernehmen nach ganz hervorragend. [Play Store]

Development

Googles schicke Mediastreaming-Maschine Nexus Q (hier von uns vorgestellt) läuft jetzt auch mit der CyanogenMod 9, was deren Einsatzmöglichkeiten doch schon einmal erheblich erweitert. Vieles funktioniert, der Sound allerdings noch nicht. Ist aber sicher nur eine Frage der Zeit.

Spiele-Entwickler unter unseren Lesern? Falls ja, solltet ihr euch dringend den Wettbewerb von Intel und Codeproject.com anschauen. Dort gibt es nämlich Ende des Jahres 25.000 US-Dollar für euer Android-Game zu gewinnen. Nachvollziehbare Bedingung: das Game muss mit Intels x86-Architektur kompatibel Sein.

Der koreanische Gerätebauer mit dem klingenden Namen Hardkernel bringt ein Development-Board heraus, das über dieselbe Exynos 4412 Quad Core-CPU verfügt wie das Samsung Galaxy S3 und mit Android 4.0 „Ice Cream Sandwich“ ausgestattet ist. Das Odroid-X ist freilich deutlich preiswerter: Für 129 Dollar kann es jetzt bestellt werden. Und Super Mario Kart läuft auch darauf.

Welche Library ist eigentlich die beliebteste unter Android-Entwicklern? AppBrain hat eine Statistik zu dieser Frage. Ergebnis: Die Android Support Library, die die API-Rückwärtskompatibilität von Apps zu älteren Android-Versionen sicherstellt. Sie wird in nahezu 7 Prozent aller Apps des Play Store und sogar über 17,5 % aller installierten Apps verwendet. Danach kommen Google Analytics und Flurry Analytics.

Und der Rest

Die Nutzer von Google+ sind deutlich zufriedener mit dem sozialen Netzwerk als die von Facebook. Das ergab eine Umfrage unter Nutzern der wichtigsten Netzwerke. Google+ war dabei zum ersten Mal vertreten und hat sogleich die Spitzenposition erobert.

Samsung hat das mobile Business des britischen Chipherstellers CSR für 310 Millionen US-Dollar übernommen. Bei dem Deal geht es in erster Linie um geistiges Eigentum, sprich: Patente, aber auch das Komponenten-Business soll profitieren. Das ist die Branche Samsungs, die auch Teile an Apple verkauft.

Ein Gericht in Düsseldorf hat heute festgestellt, dass das Motorola XOOM keine Patente von Apple verletzt. Allerdings billigte das Gericht Apple auch zu, dass deren Patente valide sind. Apple muss nun zwei Drittel der Gerichtskosten bezahlen, Motorola ein Drittel.

Und zum Schluss eine Personalie, die heute Morgen das Silicon Valley erschüttert hat: Marissa Mayer, eine der dienstältesten Google-Angestellten und dort zuletzt zuständig für den Bereich Location, verlässt den Konzern. Die 37-jährige geht zu Yahoo! – und wird dort gleich CEO. Und nicht nur das: Marissa Mayer ist auch schwanger, im Oktober erwartet sie ihr Kind. Zumindest zur zweiten Tatsache kann man ihr nur herzlich gratulieren. Als Yahoo!-Chefin wird Mayer sicher Akzente setzen, aber sie muss auch verkrustete bürokratische Strukturen (wie aus diesem Essay über den Quasi-Tod Flickrs nach der Übernahme durch Yahoo! deutlich wird) überwinden und eine neue Vision für einen der Pionierkonzerne im Internet finden, der 18 Jahre nach seiner Gründung nicht mehr so recht weiß, was er sein will. Ein guter Anfang für das Wirken Mayers wäre diese unmittelbar aufkeimende Forderung der Netzgemeinschaft: Please make Flickr awesome again. Wir wünschen Marissa Mayer viel Glück und alles Gute.

Und euch einen schönen Feierabend!
Euer androidnext-Team

* gesponsorter Link