Apple hat im vergangenen Jahr einen neuen Flaggschiff-Store in Chicago veröffentlicht. Der erste Schneefall führte allerdings zu Problemen mit dem Dach. Hat Apple ignoriert, dass es in Chicago sehr kalt werden kann? Nein: Es handelt sich um ein Software-Problem.

Apple Store Chicago: Gefahr durch Schneefall

Der neue Apple Store in Chicago ist ein neues Aushängeschild für Apple: In den USA gibt es zwar hunderte Apple Stores, einige stechen aber durch ihre Architektur besonders hervor. Zu denken ist da an den Store an der Fifth Avenue in New York mit dem berühmten Glas-Würfel als Eingangsbereich. Der Store in Chicago fällt wegen seiner prominenten Lage direkt am Fluss auf – und wegen der großen Glasfassade und vor allem wegen des Dachs, das aus der Vogelperspektive wie ein riesiges MacBook aussieht.

Es muss nicht gleich Chicago sein – auch in Deutschland gibt es hübsche Apple Stores, wie ihr in dieser Bildergalerie seht:

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Deutsche Apple Stores im Überblick (Bildergalerie)

Eben dieses Dach macht allerdings Probleme – aufgrund von Schneefall, der in Chicago alles andere als unüblich ist: Aktuell liegt die Temperatur in der Stadt im zweistelligen Bereich unter dem Gefrierpunkt. Wenig überraschend sammelt sich der Schnee auf dem riesigen Flachdach. Und wenig überraschend sorgt die Tatsache, dass sich das Dach ein wenig neigt, dafür, dass Schnee und Eis herunterfallen – und potenziell Fußgänger gefährden können. Aufgrund dessen mussten die Verantwortlichen die Wege um das Dach provisorisch absperren, was nicht sonderlich repräsentativ aussieht. Hat das Büro des Stararchitekten Norman Foster einfach die Wetterverhältnisse der Stadt ignoriert?

Apple Stores sind bekannt für Warteschlangen, die sich vor Verkaufsstarts vor dem Store bilden. So geschehen auch beim iPhone 8 in Berlin, wie ihr in diesem Video seht:

Wartende vor dem Apple Store: Warum ein iPhone 8?
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Softwareupdate soll Schneeproblem lösen

Apple will das Problem mit dem riesigen MacBook-Dach einfach so lösen, wie es auch ein Problem mit MacBooks lösen würde: durch ein Software-Update. Tatsächlich hätten die Verantwortlichen die Witterungsverhältnisse nicht ignoriert, erklärt Apple der Zeitung Chicago Tribune. Als Maßnahme gegen Schneefall verfüge das Dach über eine Heizung. Das System, das diese Heizung verwaltet, habe nicht richtig funktioniert; nach einer Neuprogrammierung sollte das Problem nicht mehr auftreten.

 

Wir lernen daraus: Auch dann, wenn das Apple-Produkt, das einfriert, ein Gebäude ist, könnte es sich um ein Softwareproblem handeln. Ein Parodie-Twitter-Account von Jony Ive meint auch zu wissen, wie das Software-Update ausgesehen haben könnte: Vielleicht hat Apple ja einfach nur Google Chrome installiert, um für eine Überhitzung des Systems und damit eine Schneeschmelze zu sorgen.

Quelle: Chicago Tribune via 9to5Mac

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