Amoklauf Winnenden - VDVC kritisiert das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden in offenem Brief

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Der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) hat in einem offenen Brief das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden stark kritisiert und auf eine erneute Radikalisierung der Gruppe hingewiesen.

Im Brief wird die Handlungsweise des Bündnisses als zu kurzsichtig und sogar schädlich beschrieben. Es heißt weiter, dass man zusammen lieber an einer konstruktiven Lösung arbeiten will.

Die Art und Weise, mit der immer wieder nach Verboten geschrien wird, kann von vielen Gamern nur noch als beleidigend empfunden werden?, betont Norman Schlorke, der im letzten Jahr die Karlsruher Demonstration Wir sind Gamer! angeführt hatte und sich nun im VDVC engagiert. Falsche Behauptungen werden dadurch, dass sie ständig wiederholt werden, kein Stück wahrer.

Neue Studien des Amerikaners Dr. Christopher J. Ferguson belegen, dass EGO-Shooter keineswegs die Gewaltbereitschaft bei Gamern erhöht, sondern vielmehr eine erhöhte Frustresistenz im Alltag  zu erkennen ist. Ego-Shooter sind keineswegs das Produkt militärischer Forschungen, sondern wurden bereits in den 70er Jahren von Privatpersonen entwickelt.

Verbotene Spiele bleiben dennoch Existent und Verschwinen nicht einfach von der Bildfläche. Dadurch gibt es den Menschen ein trügerisches Gefühl von Sicherheit, doch erreichbar und Spielbar sind die Games immernoch.

Statt weiterhin Nebelkerzen anzuzünden, sollte endlich begonnen werden, flächendeckend Aufklärung zu betrieben. Moderne Medien müssten zum Beispiel im Schulunterricht analysiert und beleuchtet werden?, unterstreicht der VDVC-Vorsitzende, Patrik Schönfeldt.

Eine Stigmatisierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe aufgrund eines Hobbys sei der Falsche Weg, man müsse sich gegen die Ellenbogenmentalität und Verlustängste vieler Jugendlicher auseinandersetzen.

 

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