Aufkaufwahn! - Zerstören Monopole den Gamingmarkt?

Leserbeitrag
60

(Pille) In letzter Zeit hört man immer öfter davon, dass Publisher kleine Spielestudios aufkaufen und damit auch die Lizenzrechte an deren Marken erwerben. Große Firmen stehen bei Gamern in dem Ruf, sich ein kleines Entwicklerstudio nach dem anderen einzuverleiben.

Aufkaufwahn! - Zerstören Monopole den Gamingmarkt?

Dies ärgert vor allem Fans bestimmter Spieleserien, da sie um ihre liebgewonnenen Spielemarken fürchten und Angst davor haben, dass sich der vormals unabhängige Entwickler unter dem Einfluss eines, im schlimmsten Fall, seelenlosen, gewinnfixierten Unternehmens nicht mehr frei entfalten kann.

Tatsächlich ist in der Spielebranche ein Trend zu erkennen, der zu einzelnen großen Herstellern geht, die den Markt mit einigen großen Spieleserien dominieren. Dass diese Entwicklung auf Kosten der kleinen Entwicklerstudios gehen kann, welche nicht die finanziellen Möglichkeiten haben ein Projekt über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu finanzieren oder um sich eine teure Grafikengine zu kaufen, liegt nahe.

Ein weiteres Argument vieler Gamer ist, dass durch die Monopolstellung einzelner Unternehmen Innovationen auf ein Minimum beschränkt sind, da sich die Publisher lieber auf erfolgreiche, altbewährte Konzepte verlassen, anstatt das Risiko einzugehen, in eine neue, innovative Marke zu investieren.

Wie wird sich der Markt in Zukunft entwickeln? Steht die Spielebranche kurz davor, durch einen riesigen Monopolisten beherrscht zu werden, oder werden unabhängige Entwicklerstudios ihren Platz behaupten und langfristig Spiele entwickeln können, die qualitativ an die Produktionen der großen Studios heranreichen?

Um diese Fragen zu besprechen, haben wir heute die Experten André Peschke, Chefredakteur von Krawall.de und Matthias Schmid Leitender Redakteur MAN!AC zugeschaltet.

Neue Artikel von GIGA

GIGA Marktplatz