Batman Repairs – Der wahrscheinlich unwahrscheinlichste Elektronikladen der Welt

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Leserbeitrag

Jeden Tag fahre ich an ihm vorbei. Jeden Tag wundere ich mich aufs Neue über “Batman Elektronik”. Eigentlich ist es nur ein kleines Elektrofachgeschäft, versteckt zwischen den Dönerbuden und Schmuckläden in der Berliner Hermannstraße. Doch seine Schaufenster sprechen eine andere Sprache. Dort wetteifern die wahnwitzigsten Gebilde – erschaffen aus Hardwareschrott – um die Aufmerksamkeit der Passanten. Jeden Tag fahre ich an ihm vorbei – bis gestern.

Batman Repairs  – Der wahrscheinlich unwahrscheinlichste Elektronikladen der Welt

Eine Schatztruhe, gebaut aus Tastaturtasten und alten CPUs, ist das erste, das mir auffällt. Sie liegt auf einer Art Altar und ist nur einen kleinen Spalt geöffnet. Auf dem schimmernden Schrein aus Computerschrott und Hardware-Kunst, der sich mitten im Laden fast bis zur Decke erstreckt, scheint sie noch am ehesten das Geheimnis von “Batman Elektronik” preisgeben zu können. Das riesige Uralt-Diktiergerät, die Metropolis-Cyborgs, den riesigen Roboter und das Bauchtanzkostüm aus Chip-Platinen ignoriere ich erst einmal und steuere zielbewusst die Schatztruhe an.


“Das war eines meiner ersten Stücke” hallt es plötzlich durch den Raum. Die Stimme, die das permanente Geräuschgemenge aus surrenden Elektromotoren und 80er Trancemusik unterbricht, gehört Muharrem Batman, herrlich stolzer Inhaber von “Batman Elektronik”. Ich frage ihn, was es mit all diesem seltsamen Kram hier auf sich habe. Muharrem Batman bietet mir eine Zigarette an und beginnt zu erzählen.

Batman stammt aus der Türkei. Mit neun kommt der Sohn eines stadtbekannten Uhrmachers nach Berlin. Lange Zeit konnte er nicht mal einen Fahrradreifen richtig wechseln, erzählt er kopfschüttelnd. Doch dann, im Alter von zwölf Jahren, habe es “plötzlich

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