Das Jan Dominicus Blog - Tag 2

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Jan ist mittlerweile mehr als 24 Stunden in New York. Ob er ähnlich freundlich aufgenommen wurde wie Borat beim Rodeo und wie sich sein Streifzug durch die Bronx so gestaltet hat, das sagt er uns in Teil 2 seines Blogs.

Das Jan Dominicus Blog - Tag 2

Tag 2

Guten Morgen große Stadt, nach meinem ersten Tag in New York startete ich gespannt in den zweiten. Heute startete also endlich das Event. Wir direkt um neun mit dem Taxi zur Location gefahren um dort erstmal drei Stunden zu warten bis überhaupt irgendwas passierte. Nachdem wir dann irgendwann unseren Platz hatten, sind wir erstmal was essen gegangen.

Im Restaurant war dann eine Veranstaltung, so dass leider nur Plätze an der Bar frei waren. Wir uns also an die Bar gehauen und wollten gerade was zu trinken ordern, als ein kleiner Mexikaner zu Mark meinte: “Can I see your ID Card please?” Mark: “I don’t have it with me.” Tjo, da meinte der Mexikaner, Mark sollte von der Bar verschwinden und trotz der Beteuerungen von Mark, er wolle doch gar keinen Alkohol trinken, musste er unter lauten Flüchen an den Katzentisch. Der Schwächste fliegt, und tschüss.
Der Mexikaner und ich natürlich direkt best friends nachdem er Mark dismissed hatte. Leider hielt der Frieden nicht lange. Auf einem Plasma Fernseher das Spiel von Bochum in Stuttgart (ja, VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum live in einer Hafenkneipe am Hudson River). Wie auch immmer, Stuttgart machte in der 89. Minute das 1:0, was meinen Kumpel zu freuen schien, weil bei Stuttgart zwei Mexikaner spielten. Und nachdem ich ihm gesagt hatte, dass ausser Bochum sowieso alles Schrott sei und ich noch nie so einen unverdienten Sieg gesehen hätte, saß ich auch am Katzentisch.

Nach dem Restaurant haben wir uns dann daran gemacht Demos und Replays für die Jungs zuhause zu sammeln. Wie auch immer, was wir den ganzen Tag auf dem Event gemacht haben habt ihr ja eh gesehen. Anschließend gabs noch ein paar Komplikationen. Wie krieg ich ein Taxi in der Rush Hour in New York? Jo, genau. Überhaupt nicht. Ich da ‘ne halbe Stunde auf der Hauptstraße den Hampelmann gemacht um dann irgendwann ein Taxi zu bekommen. Ab zum Rockefeller Center um dort vorm großen Weihnachtsbaum noch was zu drehen und von da ins Hotel. Am Rockefeller nen Taxi zu bekommen ist übrigens noch schwerer als am Chelsea Piers, weshalb Mark fragte, ob wir von dort nicht zum Hotel laufen könnten. Ich hatte natürlich den Stadtplan studiert und teilte dem Frechdachs mit, dass es vom Rockefeller bis zu unserem Hotel ungefähr 4 Stunden zu Fuß dauern würde und nannte ihn zum Abschluss nochmal Idiot. Nachdem wir wieder eine halbe Stunde ein Taxi gesucht hatten, schlug Roeb vor, doch mal zur nächsten Kreuzung zu gehen. Die Leuchtreklame an der Ecke kam mir direkt bekannt vor und als ich sah, dass es die 48th Street war, machte ich mir Gedanken wie ich nun verkünden könnte, dass ich immer gewusst hätte, dass wir die ganze Zeit einen Block vom Hotel entfernt ein Taxi gesucht hatten und das alle ausser mir einfach völlig unfähig sind.

Den Abschluss des Abends dann in nem kleinen Restaurant. Die hübsche Kellnerin wollte keinen Ausweis sehen und nach zwei Bier fragte ich sie wieso ich die ganze Zeit Bier bekomme wo es doch in den USA so strikt ist mit der Alterskontrolle. Ihr Gesicht verwandelte sich von einem netten Lächeln in das pure Entsetzen: “Don’t tell me you are not 21″, bringt sie gerade noch hervor. Ich: “Nah, I am just kidding and don’t worry, I won’t tell anyone that the Chinese guy next to me with the Whiskey Sour is 17.”

Jungs, ich hau mich jetzt noch ne Stunde aufs Ohr und dann gehts ab ins Bett.

Wir sprechen uns morgen wieder ;)

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