Der Supercomputer macht´s möglich
Eine Computersimulation der sehr komplex aufgebauten Großhirnrinde existiert bereits, muss allerdings noch vervollständigt werden. An der Hochschule in Lausanne wurden zu diesem Zweck über zehn Jahre lang Daten gesammelt. Protokolliert wurden unter anderem das elektrische Verhalten einzelner Nervenzellen sowie die Regeln, wie sich verschiedene Zellarten miteinander verbinden.
Der von IBM entwickelte Supercomputer soll die Funktion der Nervenschaltkreise im Gehirn simulieren. Im nächsten Schritt wird ein molekulares Bild der beteiligten Nervenzellen erstellt, das, vielfach kopiert, Stück für Stück eine komplett simulierte Großhirnrinde ergibt. Bis das komplette Gehirn am Computer nachgebildet werden kann, werden allerdings noch bis zu zehn Jahre vergehen. Bisher war eine Verarbeitung der nötigen Daten nicht möglich, da kein Computer existierte, der eine solche Datenmenge verarbeiten konnte. Doch IBMs “Blue Gene2-Supercomputer eröffnete den Forschern die neuen Möglichkeiten.