Dunkler als die Nacht: The Darkness

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(Felix) Lange mussten wir uns gedulden bis wir "The Darkness" von den Machern von "Riddick – Escape from Butcher Bay spielen konnten. Heute zeigen wir Euch die volle Packung rund um den Ego-Shooter der sich durchaus sehr düsteren Elementen bedient. Bleibt eigentlich nur die Frage, wie dunkel ist Eure Seele wirklich?

Dunkler als die Nacht: The Darkness

Jackie Estacado hat nicht unbedingt eine weiße Weste. Liegt vielleicht auch daran, dass er für einen Mafiaboss namens Paulie arbeitet und dessen Drecksarbeit erledigt. Aber er ist gut in dem was er tut, warum also den Job wechseln? Leider läuft beim letzten Ding nicht alles so wie geplant und dem guten Paulie geht ein Batzen Geld durch die Hände. Und damit fängt der Ärger auch schon an. Plötzlich wird die eigene “Familia” zum Jäger und wir müssen unsere Haut retten um jeden Preis. Und da wir hier von einem Ego-Shooter sprechen ist Angriff natürlich die beste Verteidigung.

Nach und nach merken wir aber das irgendetwas mit uns nicht stimmt. Ein düstere Stimme meldet sich immer mehr zu Wort und nimmt von Jackie Besitz. Und bevor wir uns versehen sprießen große Monstertentakel aus unserem Körper und fiese kleine Helfer können aus Erdlöcher befehligt werden. Wenn Gegner erledigt wurden ist es möglich deren “Seelen” (Anmerkung der Redaktion: In der englischen Fassung sind es Herzen) zu mampfen die im Endeffekt Erfahrungspunkte sind. Die Darkness-Fähigkeit entwickelt sich nämlich weiter. Doch was bringt mir als Spieler dieser Wandel überhaupt? Im Endeffekt ist die Darkness nichts anderes als eine Art Schutzweste die sich in der Dunkelheit auflädt. Deswegen muss man auch ständig etliche Lichter auspusten.

Es gibt aber noch ein paar weitere Vorteile. Im Darknessmodus kann man aus Erdlöchern kleine Helfer hervorholen die einem zur Seite stehen. Bis zu vier unterschiedliche Typen werden es im Laufe des Spiels die einem helfen. Zum Glück auch einer der automatisch Lichter ausknippst. Problematisch ist bloß, dass die Kollegen manchmal nicht wirklich reagieren oder das tun, was sie tun sollten.

Insgesamt bekommt man im Laufe des Spiels vier unterschiedliche Darknessfähigkeiten. Die erste ist ein kleiner Wurm mit dem man im Ego-Modus entlangkriecht und Gegner stealthmäßig ausschalten kann, aber eben auch durch enge Passagen kriecht, wo man sonst nicht hinkommt. Leider wird dieses Feature viel zu wenig im Spiel eingesetzt.

Später kommt noch ein tödlicher Tentakel dazu, Wummen die in der Hölle untote Gegner endgültig erledigen und letztendlich dann noch ein schwarzes Loch der Übermacht.

Wenn mal nicht geballert wird läuft man durch die Stadt und sucht eine der Kontaktpersonen auf, die einem sagen, wie es weitergeht.

Optisch hat das Spiel definitiv seine Momente. An manchen Stellen ist die Grafik wirklich exzellent, an anderen leider eher nicht. Wenn man zum Beispiel in der Hölle unterwegs ist und am Geschütz eines Panzers sitzt, ist die Umgebung viel zu steril. Auch sind viele der Texturen arg verwaschen.

Soundtechnisch wird ist das Spiel ein Hochgenuß. Die englische Synchronisation ist absolut Top. Vor allem Mike Patton (der Sänger von “Faith no More”) als düstere Darkness-Stimme ist klasse. Aber auch der Rest der Akteure ist absolut top. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht, nur deutsche Untertitel.

Auch die Musik ist hollywoodreif und passt perfekt zur düsteren Atmosphäre.

“The Darkness” ist definitiv ein Blockbuster wie man ihn erwartet: Brachial inszeniert mit einer tollen Atmosphäre und coolen Charakteren. Allerdings darf man auch nicht zu viel spielerische Tiefe erwarten, im Herzen ist das Spiel immer noch ein Ego-Shooter, der spielerisch nicht unbedingt Neuland betritt.

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