Hannover - Expertengespräch über Computerspiele

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Gestern haben sich in der Landeshauptstadt Niedersachsens, auf Einladung der Sozial- und Familienministerin Ross-Luttmann, Experten getroffen, um über das ”Abhängigkeits- und Suchtpotenzial von Computerspielen” zu diskutieren.

Auch der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), Christian Pfeiffer, der sich in der Vergangenheit oft negativ über Computerspiele geäußert hatte, war anwesend. Dieser fordert, dass in Zukunft auch das Suchtpotenzial bei der Bestimmung der Altersfreigaben von Computerspielen beachtet wird.

Die dpa ist aber der Meinung, dass diese Forderung ”Aufgrund fehlender Kriterien” nicht leistbar sei. Rainer Thomasius vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sagt außerdem: ”Die Studienlage in Deutschland ist sehr dürftig”.

Es sei noch nicht klar, welche Folgen die übermäßige Nutzung von Computerspielen habe.

Nach Luttmann sei es zudem wichtig, “den Konsum von nicht für Minderjährige freigegebenen Spielen und Videos durch Kinder und Jugendliche wirksam zu erschweren und auch tatsächlich einzudämmen.”

In Zukunft soll auf die Eltern gesetzt werden. Wichtig seien Projekte wie der ”Eltern-Medien-Trainer”

Ross-Luttmann: ”Die schärfsten Gesetze der Welt sind nutzlos, wenn Eltern nicht wissen, was in Kinder- und Jugendzimmern abgeht und was in ihren Kindern vorgeht.”

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