Die Deutsche Meisterschaft ist jetzt schon wieder zwei Wochen her und der Sieger, Andreas Harre, kommt aus Burgdorf. Da man über diesen Sport noch nicht sehr viel weiß und darüber auch so gut wie nie etwas lesen kann, konnten wir uns die Gelegenheit nicht nehmen lassen, den Deutschen Meister in unsere Sendung einzuladen. Er wird heute Abend also ein bisschen was von sich und dem Flippern erzählen und wir waren sogar bei ihm zu Hause.
Homestory
Marie und ich haben uns auf den weiten Weg nach Burgdorf gemacht, um zu sehen, wie viele Flipper er nun wirklich im Keller stehen hat. Es war wirklich beeindruckend, was wir da zu Gesicht bekommen haben. Ein Flipper reihte sich an den nächsten und von prähistorisch bis ganz modern war alles mit dabei. Rund 27 Geräte standen dort in drei Räumen und das war uns eigentlich schon Reizüberflutung genug. Andreas erzählte uns dann, dass er noch ein Außenlager hat, in dem noch mal gut 30 dieser Flipper stehen. Das war uns dann aber echt zu viel und die Zeit war leider zu knapp, um diese auch noch alle zu fotografieren. Marie war so begeistert, dass sie gleich einen Flipper testen musste und um uns rum hat es geblinkt und geblitzt.
Das älteste Gerät ist von 1937 und der hat mich am meisten beeindruckt. Von Hanno ist er, heißt Panzerkreuzer und ist der Vorgänger des modernen Flippers. Man hatte damals noch nicht die Möglichkeit, die Kugeln richtig zu kontrollieren, sondern konnte sie nur abschießen und musste warten, was passiert. Hat man alle Kanonen geladen, dann muss man einen bestimmten Punkt treffen und sie wieder abzufeuern.
Das neuste Modell wurde 2004 von Stern herausgebracht und zeigt “Herr der Ringe”. Mit 5.500 Euro, die man dafür im Großhandel hinlegen muss, gehört es schon zu den anspruchsvolleren Spielen und ist, vor allem wegen dem guten Spielfluss, das beste Gerät, dass Stern je verkauft hat.
Der Lieblingsflipper von Andreas ist aus dem Jahre 1975. Von David Christensen wurde er kreiert, der auch der Lieblingsdesigner von unserem Deutschen Meister ist. Wizard heißt das Modell und ist, wie alle anderen Geräte von Christensen, mit sehr anzüglichen und erotischen Bildern versehen, was die Amerikaner natürlich nicht positiv beurteilten. Viele Sachen wurden zensiert und so verlor David Christensen die Lust noch weitere Flipper zu machen und gab diesen Beruf auf.
