Bis gestern war es verboten, das Tragen anderer als der üblichen, vorgeschriebenen Kopfbedeckung. Dass das Verbot nun gefallen ist, liegt zum Einen an den wiederholten Protesten durch Menschenrechtsgruppen gegen jenes diskriminierende Verhalten, welches ein Kopftuch- und Turbanverbot darstellt. Zum Anderen, und auf diese Entwicklung baue die Polizeibehörde der schwedischen Hauptstadt, wolle man Angehörigen ethnischer Minderheiten damit verstärkt den Weg in den Polizeidienst ebnen.

Passend zur Polizeiuniform – in Form und Farbe

Turbantragende Ordnungshüter auf Streife sollen schon bald das Stadtbild prägen. Wer in Stockholm einen solchen Turban tragen möchte, muss sich allerdings selbst hierum kümmern, die Kopfbedeckung werde nicht mit der Dienstkleidung zur Verfügung gestellt, heißt es weiter von der Polizeibehörde. Auch müssten Kopftuch, Turban und Kippa – eine jüdische Kopfbedeckung – “eine angemessene Farbe haben”, berichtet die “Netzeitung”. Anders als etwa hierzulande kleiden sich die schwedischen Uniformierten in Blau.