Pokernight - Pokerschule: Preflop und Starthände

Leserbeitrag

(toni) Wir starten hier mit der ersten Ausgabe der Pokerschule. Das erste Thema ist dasPreflop-Spiel und Starthände. In der Rubrik Pokerschule wird jede Woche ein weiteres Thema aufgegriffen und euch näher gebracht.

Pokernight - Pokerschule: Preflop und Starthände

Worauf sollte man zu allererst im allgemeinen Pokerspiel achten?

- die Position
- der Spielverlauf
- unser eigenes Image
- die Größe unseres Stacks in Relation zu den Blinds und den Stacks der Gegner

Ein Pokerspieler muss sich immer dem Gegner anpassen. Spielen die Gegner loose-passiv, so spielt man selbst man tight-aggressiv. Andererseits, wenn die Gegner eher tight-passiv spielen, so werden wir eher loose-aggressiv am Tisch sein.

Man muss sich in einer Preflop-Situation immer mit drei Fragen beschäftigen:

1. Welche Hand halte ich?
Starke Starthände sind hohe Pärchen (ab Zehner-, Buben-, Damen- oder Königspärchen) und Asse mit hoher Beikarte, dem sogenannten Kicker. Weiter Informationen zu Starthänden findet ihr hier.

2. Wie ist meine Position am Tisch?
Hierbei sollte man den Unterschied zwischen früher, mittlerer und später Position erkennen. Dies wird immer vom Dealer Button markiert. Je weiter man vom Dealer Button entfernt ist, umso besser ist die eigene Position, da man zuerst sehen kann, was die Gegner machen und man selbst die Chance hat, das vorangegangene Spiel erheblich zu beeinflussen. Dies bedeutet, dass man nur mit extrem starken Händen (hohe Pärchen oder Asse mit hohem Kicker) aus früher Position spielen sollte. Je später die Position ist, umso schlechter dürfen die Starthände sein. Zum Beispiel am Button ist auch ein sogenannter Connector (5 und 6 oder 8 und 9, also zwei Karten die direkt aneinander anschliessen) gut zu spielen.

3. Wie sind die Aktionen der Gegner vor mir?

Es gibt die Möglichkeiten der Gegner zu folden, zu limpen (also nur auf den Big Blind hochzubezahlen) oder zu raisen. Je später man also an der Reihe ist, desto mehr Informationen kann man in seine Entscheidung einfließen lassen. Durch dieses Wissen, das man von den Spielzügen der vorherigen Gegner hat, lassen sich Fehler vermeiden und man behält seinen Chipstack. Die Frage die Anfänger auch beschäftigt ist, um wieviel soll man raisen? Eine standartisierte Regel für einen klassischen Raise sind ungefähr drei Big Blinds. Sollten jedoch vorher schon Spieler gecallt haben, dann empfiehlt es sich, dass man einen Big Blind pro mitspielendem Gegner rechnet plus die 3 Big Blinds des Standardraises.

Wenn ein Gegner zuvor erhöht hat und man selbst eine starke Hand hat, dann sollte um den dreifachen Wert des vom gegnerischen Spielers eingesetzten Betrag setzen. Gab es jedoch zuvor mehrere Raises oder hat ein Spieler um mehr als den zehnfachen Big Blind erhöht, so wird nur noch mit Assen oder Königen nochmals ge-”reraised”.

Werden wir jedoch von einem Mitspieler geraised, so spielen wir normalerweise nur noch mit einer sehr starken Hand weiter. Zum Beispiel Pärchen höher als Zehner oder Buben. Eine Ausnahme wäre dann die bekannte Hand “AK“, bei dieser wir je nach Einschätzung der Situation (Position, Chipstack, Spielverhalten des Gegners) auch einem Reraise standhalten können.
Man darf sich nur nicht vor jedem Aggressor am Tisch einschüchtern lassen. Raist ein Gegner, zum Beispiel, nur um das Minimum, kann man sich auch überlegen nachzulegen und sich die Community Cards einmal anzuschauen.

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