Review - Alarm für Cobra 11 - Highway Nights

Leserbeitrag
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Zum mittlerweile vierten Mal schicken euch die Entwickler von Synetic mit den Cobra 11-Cops Semir Gerkhan und Ben Jäger auf Streife, und zum mittlerweile vierten Mal heisst das: Gas geben und Autos schrotten. Was die beiden Hauptkommissare innerhalb von einer Stunde Sendezeit alles zu Klump fahren, seht ihr jeden Donnerstag im Privatfernsehen. Wie chaotisch aber wird es, wenn man die beiden Autobahnpolizisten eine ganze Woche lang im Dienst begleitet?

Wie gewohnt gliedert sich das neue Cobra 11-Spiel in den Karrieremodus, Einzelrennen und einen Splitscreen-Mehrspielermodus. In der Karriere schaltet ihr nach und nach die zahlreichen Rennkurse und Zivilfahrzeuge frei, mit denen ihr euch dann in der grossen Spielwelt austoben dürft. Beim Start begrüsst euch das Spiel mit einer Zwischensequenz. Gejagt von den beiden Cobra-Cops, zwei Polizeistreifen und zwei Löschzügen rast ein schwarzer Van bei Nacht auf das Rollfeld eines Flughafens und geht auf Kollisionskurs mit einer gerade startenden Passagiermaschine. Gerade hören wir noch die Stimme von Ben Jäger, der etwas kleinlaut ”Das ist wohl kein Happy End!” über den Äther jagt und schon kollidiert der Van mit der Maschine, welche in mehreren grellen Feuerbällen in Flammen aufgeht.Schnitt. Szenenwechsel. Es ist heller Tag und wir befinden uns im zivilen Dienstwagen auf der Autobahn, Eine Texteinblendung weist uns kurz darauf hin, dass alles, was wir jetzt erleben, sieben Tage vor dem Flugzeugcrash stattfindet. Ja holla, ein Zeitsprung, eine mysteriöse Zwischensequenz – man wird doch wohl nicht so etwas wie Spannung aufbauen? Doch, allerdings. Zum ersten Mal in der Geschichte der Cobra 11-Spiele serviert man dem Spieler eine zusammenhängende Story und nicht mehr nur eine lose Aneinanderreihung von Einzelfällen. Damit aber nicht so schnell Langeweile aufkommt, kümmern sich die beiden Polizisten um mehrere Fälle gleichzeitig. Es gilt, eine mysteriöse Überfallserie auf LKWs aufzuklären, einen zwielichtigen Tunerclub auszuspionieren, Bombenanschläge im Umfeld einer Weltwirtschaftskonferenz aufzuklären und einem Autoschieberring das Handwerk zu legen. Fakt ist, dass es innerhalb der Karriere zu mehreren Wendungen und Überraschungen kommt, teilweise auch innerhalb einzelner Missionen.

Im Bezug auf die Story hat man sich also durchaus Mühe gegeben. Im Bezug auf die Zwischensequenzen leider nicht. Abermals werden Dialoge nur akustisch wiedergegeben, statt echter Zwischensequenzen gibt es wieder nur wilde Kamerafahrten um leere Autos oder Gebäude. Immerhin, auch für Highway Nights haben die Schauspieler Erdogan Atalay und Tom Beck die Dialoge ihrer Alter Egos Gerkhan und Jäger im Tonstudio eingesprochen. Das sorgt für Serienatmosphäre und ein paar witzige One-Liner.

Fazit: Wie jedes Alarm für Cobra 11 Spiel hat auch dieses seine Stärken und seine Schwächen. Doch werden die Spiele immer besser. Highway Nights wird nicht das letzte Cobra 11-Spiel sein und Synetic kann bei den nächsten noch einiges besser machen.

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