Review - Ghetto Gangz 2 - Ultimatum

Leserbeitrag

Wenn Luc Besson etwas produziert, kommen oft gute bis sehr gute Filme dabei raus. TaxiTaxi, Wasabi, Transporter und das Sequel zu ”Die Purpurnen Flüsse” sind nur ein paar Beispiele. Zusammen mit David Belle (dem Erfinder der Trendsportart Le Parkour) in der Hauptrolle hat er Le Parkour auf die große Kinoleinwand mit Banlieu 13 (hierzulande: Ghettogangz: Die Hölle vor Paris) gebracht. Der Film selbst war storytechnisch nicht gerade spektakulär, konnte aber mit viel Action und grandiosen Stunts (überwiegend von Traceuren durchgeführt) unterhalten. Die Einspielergebnisse an sich hätten keinen zweiten Teil verlangt, wieso ein zweiter Teil kam ist folglich nicht nachvollziehbar.

Das Sequel wurde jedenfalls gedreht und war komerziell erfolgreicher. Im Februar 2009 hatte man 2.769.105? einspielen können. Wie auch im Vorgänger wurden die Stunts überwiegend von Traceuren ausgeführt. Diesmal kümmerte man sich etwas mehr um die Geschichte, die zwar immer noch belanglos ist, jedoch das Gesamtkonzept etwas besser dastehen lässt. Im Jahr 2013 grenzt eine riesige Mauer das pariser Ghetto von der Stadt selbst ab. Diese Isolation führt zu der Aufteilung in einzelne Bezirke unter den dort lebenden Clans. Diese sind unterteilt in einen asiatischen Bezirk, einen afrikanischen, einen ”Skinhead”  Bezirk, einen arabischen Bezirk, usw., wobei hier mit Klischees nicht gespart wird.

Zur Story: Eine mysteriöse Organisation mit dem Namen DISS sorgt für Unruhen mit der Inszenierung eines Attentat auf einen Streifenwagen der Polizei bei der Bevölkerung. Polizist Damien und sein Freund Leito ahnen eine Verschwörung und versuchen die Vernichtung des gesamten Bezirks (eingeleitet durch die Regierung) zu verhindern. Viel Tiefgang bietet diese Geschichte nicht. Allerdings liegen die Stärken von Ghetto Gangz 2 auch woanders.

So beinhaltet jede Szene viel Action in Form von Kämpfen und Verfolgungsjagden (zu Fuß). Dank der grandiosen Inszenierung dieser Szenen kommt keine Langeweile auf. Eine tiefgründige Message möchte man nicht überbringen, in erster Linie dient der Film zur Unterhaltung. Die Stunts sind, wie oben schon angesprochen, sehr gut von den Schauspielern selbst ausgeführt und wirken in sich stimmig. Die Cuts sind zu Beginn noch etwas hektisch, das Geschehen ist dabei nachvollziehbar, allerdings legt sich diese Hektik im Laufe des Films. Die deutsche Synchro ist leider im Vergleich zum französischen Originalton deutlich schlechter. Da aber nicht in der Geschichte die Stärken liegen, ist das definitiv zu verkraften. Bild und Ton sind qualitativ hochwertig, die kaum vorhandenen CGI-Effekte wirken ordentlich, die schauspielerische Leistung ist gut, besonders hervorstechend ist hierbei das Team David Belle und Cyril Raffaelli.

Fazit: Wer auf belangloses Actionkino steht und tolle Faust-Kämpfe und Verfolgungsjagden (zu Fuß) sehen möchte, wird seinen Spaß haben. Gleiches gilt für Fans der Sportart Le Parkour.

Neue Artikel von GIGA

GIGA Marktplatz