Simvalley SPX-5 UMTS - Erste Eindrücke vom Dual-SIM-Androiden

Andre Reinhardt
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Technik-Profi Pearl bietet seit langer Zeit schon Modelle von Simvalley an. Besonders bekannt sind diese Handys, weil sie meistens zwei SIM-Karten in sich aufnehmen können und somit für flexibles Telefonieren sorgen. Aber was kann das aktuelle Flaggschiff sonst noch?

Simvalley SPX-5 UMTS - Erste Eindrücke vom Dual-SIM-Androiden

Zunächst einmal möchte ich mich recht herzlich bei Pearl für die tolle Zusammenarbeit bedanken. Sofort zeigte sich der Online-Händler bereit, mir ein Test-Exemplar des aktuellen Simvalley Flaggschiffes SPX-5 UMTS bereitzustellen. Viele von euch kennen sicher Pearl aber eher weniger die Smartphones, die der Technik-Spezialist anbietet. Dabei scheinen diese auf dem ersten Blick vom Preis-/Leistungsverhältnis gar nicht mal so übel zu sein.

Als häufiges Merkmal ist zudem ein Dual-SIM-Kartenschacht zu erkennen. Man kann also das Handy mit zwei Netzbetreiber-Karten verwenden, um zum Beispiel zwischen geschäftlichen und privaten Aktivitäten zu wechseln. Nimm 2 dachte sich Simvalley auch bei der Kamera. Denn in der UMTS-Variante gibt's hinten eine 8 Megapixel-Variante und vorne quetschte man eine 2 Megapixel-Linse hinein.

Zweispurig fahren wollte man hingegen beim Prozessor nicht. Des Pudels Smartphones Kern ist hier nur einer. Immerhin stockte man die Hardware vor der Veröffentlichung des Gerätes nochmals auf. Vor 2 Monaten schrieb ich schon mal über dieses Smartphone, da waren nur 256 MB RAM verbaut, was ich in meinem Bericht etwas bemängelte. Ob dies nun zu der RAM-Erhöhung beigetragen hat, kann ich nicht sagen, jedenfalls haben wir nun mit 512 MB die doppelte Menge zur Verfügung.

Der mickrige,  256 MB umfassende, interne Speicher ist aber geblieben. Besonders durch das große 5,2 Zoll-Display fällt das Gerät auf. Hier liegt aber schon der Hund begraben, denn 800×480 Pixel sind, wie bereits zu befürchten war, doch etwas wenig für so eine große Diagonale. Des weiteren stört mich die Displaywinkelabhängigkeit. Diese ist äußerst gering, schon ein leichtes Neigen des Gerätes reicht aus, um eine geringe Farbinvertierung hervorzurufen.

Die Verarbeitung ist an sich recht gelungen und dass man für 229 Euro kein Metall erwarten kann, dürfte klar sein. Doch bei meinem Exemplar hat sich wohl ein Fertigungsfehler eingeschlichen, denn die Oberseite des Gerätes löst sich. Das Displayglas samt Rahmen sind lediglich aufgeklebt und an der rechten unteren Ecke steht die Oberseite bei mir nun ein paar Millimeter hervor, so dass man die Hardware schon erkennen kann.

Das möchte ich nun aber nicht anprangern, eventuell ist dies nur ein Ausnahmefall. Die Geschwindigkeit konnte bisher meine Erwartungen größtenteils erfüllen. Homescreen und Launcher laufen absolut flüssig und auch die Bildschirmrotation geht fix vonstatten. Der WLAN-Empfang könnte aber etwas besser sein. Beim Aufrufen von Internetseiten lässt sich das Gerät auch ein paar Gedenksekunden zu viel Zeit, aktuelle High-End-Geräte (die aber auch teurer sind) sind da 2 bis 3 mal schneller.

Ist die Seite jedoch aufgerufen lässt sich in akzeptabler Geschwindigkeit scrollen. Das Zoomen via Multitouch funktioniert auch annehmbar. Flüssig ist aber etwas anderes. Positiv hervorzuheben ist außerdem die ausführliche, gedruckte Anleitung. Dadurch kommen auch Neulinge schnell zurecht. Der GPS-Empfang zeigt sich vorbildlich und hat meinen Standort in wenigen Sekunden relativ korrekt (auf 60 Meter genau, jedoch in der Wohnung, ohne Fensternähe) erfasst.

Weitere Tests diesbezüglich werden folgen. Was ebenfalls erwähnenswert ist, sind die vielen Tasten an dem Gerät. Neben den 4 Standard Android 2.x-Tasten (Home, Menü, Zurück, Suche) hat man hier noch eine weitere Taste unten am Smartphone. Diese dient bei eingeschaltetem Handy als zweite Home-Taste (wobei sich mir der Sinn nicht ganz erschließt) und man kann das Gerät damit aus dem Standby-Modus zurückholen.

Links oben neben der Lautstärkewippe ist eine zweite Taste. Wenn man diese betätigt, erscheint ein Schloss in der Statusleiste und signalisiert eine Sperrung der Displayrotation. Ein Dockingstation-Anschluss und eine Benachrichtungs-LED sind ebenfalls tolle Extras. Weniger prickelnd ist der verbaute Lautsprecher, der schnell übersteuert und krächzt.

Die Kamera zeigt sich sehr komplex. Ich habe bisher wirklich bei noch keiner Handykamera dermaßen viele Einstellungen gesehen. Ob aber auch die Bildqualität überzeugt, wird sich zeigen. Der Sucher ist jedenfalls recht träge bei wenig Licht. Wenig Licht haben auch die Softkeys, denn bei mir sind diese nicht gleichmäßig ausgleuchtet. Bisher kann ich dieses Smartphone nur schwer einschätzen. In den nächsten Tagen wird das Gerät von mir ausführlich getestet und ein ausführliches Review wird dann Anfang nächster Woche folgen.