Spiele als Kulturgut! - GAMEs im Kulturrat

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(Pille) Mitte dieses Monats wurde der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen GAME offiziell in den deutschen Kulturrat aufgenommen. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass die Branche Arbeitgeber für die verschiedensten Künstler sei. Vom Komponisten, über den Autoren, bis hin zum Designer, die Branche bietet Platz für etliche kreative Köpfe. Der Gamerverband wurde in die Sektion Film und audiovisuelle Medien aufgenommen.

Spiele als Kulturgut! - GAMEs im Kulturrat

Die Entscheidung den Gamerverband aufzunehmen, ist der Endpunkt einer langen Debatte um die gesellschaftliche Relevanz von Videospielen. Die Gamingbranche ist zu einem Markt geworden, der an Bedeutung mit der Filmbranche und der Musikindustrie gleichgezogen ist und die Zukunft sieht rosig aus: Im ersten Halbjahr verzeichnete die Branche mit einem Umsatz von 1.05 Milliarden ein Plus von 20%. Für das Gesamtjahr erwartet die Branche eine weitere Steigerung um 13%.

Diese beeindruckenden Zahlen sprechen dafür, dass Spiele ein immer größeres Klientel von Menschen ansprechen, was sicher mit der “Generation Gamer” zu tun hat, die nun erwachsen wird und, mit dem eigenen heranwachsen, Videospiele vom Kinderkram zum Kulturgut befördert.
Menschen, die heute den Großteil der arbeitenden Bevölkerung stellen, sind zum großen Teil mit Videospielen aufgewachsen und haben sich ihr Hobby bewahrt.

Welche Bedeutung diese nächste Sprosse auf der Gameremanzipationsleiter hat, ob wir in zehn Jahren durch Museen wandern werden, in denen Spielekunstwerke ausgestellt sind und in der Philharmonie Gamingsoundtracks hören werden, diesem Thema wollen wir heute in GIGA The Show auf den Grund gehen. Dazu bei uns im Telefoninterview:
Malte Behrmann Geschäftsführer Politik/Recht G.A.M.E. – Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V..
Auch eure Meinung ist gefragt. Was sagt ihr zum Thema “Videospiele = Kultur?”

Postet eure Meinung in die Comments.

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