Wolkengewüte: Ace Combat 6 (360)

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(Colin) Wie sich die Zeiten ändern: Über zehn Jahre hielt Namcos Fliegersaga exklusiv diversen PlayStation-Systemen die Treue. Jetzt heben die Donnervögel erstmals auf der 360 ab.

Wolkengewüte: Ace Combat 6 (360)

Eines vorweg: Auch wenn Ihr in “Ace Combat 6: Fires of Liberation” Platz in den Cockpits von 16 lizenzierten Kampfjets nehmt, der Realitäts- bzw. Simulationsanspruch des Himmelsthriller tendiert stark gegen ‘is nich’. Wie die Vorgänger setzt Teil 6 auf arcadelastige Flugaction mit edler Inszenierung.

Ein kriegerischer Konflikt zwischen zwei fiktiven Staatsmächten ist Grundlage für die aktuelle Episode. Und so ballert, bombt und raketet Ihr in 15 Missionen alles in Grund und Boden, was auf dem Radar als feindlich markiert wird. Dass Euch dabei die Munition ausgeht ist unwahrscheinlich. Mit unendlichem MG-Feuer und ganzen Hundertschaften an Raketen könnt Ihr holzen, bis die Schwarte glüht.

Je nach zu erwartender Schurkenschar legt Ihr vor Missionsbeginn Euere Waffensystem fest. Zielsuchende Raketen, ungelenkte Streusprengkörper und fette Bodenbomben machen alsdann Feindfliegern, Panzern, Flak-Stellungen und Kampfkreuzern den Garaus. Insgesamt stecken die Feinde allerdings ziemlich wenig ein, so dass Ihr im abschließenden Missionsbriefing schon mal 200 Abschüsse vorgerechnet bekommt.

Dafür gibt’s natürlich üppig Kohle, welche alsdann in neue Jettypen und frische Waffensysteme investiert wird. Erwähnenswert ist die Optik: Abgesehen von unscharfen Bodentexturen bei Nahflug glänzt “Ace Combat 6″ mit erlesenen Expolsionseffekten, grandioser Weitsicht, liebevoll modellierten Flugzeugen und tollen Rauch- und Nebelspielereien.

Wer seinen Spaß an spektakulärer aber wenig simulationslastiger Flugaction hat, der wird mit “Fires of Liberation” gewohnt gut bedient. Auch deshalb, weil Online-Unterstützung bis zu 16 Pilotenasse zu heißen Dog Fights herausfordert.

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