Zocken - kindisch?

Leserbeitrag

Wer kennt es nicht? ”Mach doch mal was Vernünftiges! Häng nicht immer nur vor dem Bildschirm!” Doch jetzt, wo ich mein Hobby in den Beruf umsetze und Game Developement studiere, ist es auf einmal okay. Warum ist eigentlich das Spielen in unserer westlichen Welt so verkannt? In den Asiatischen Ländern, nehmen wir Japan, ist das Spielen ein Teil der Kultur. Es gehört einfach zum Leben dazu. In unserer westlichen Welt jedoch gilt das Spielen als ”unproduktiv”. Schließlich ist es unsere ”Pflicht” zu arbeiten. Doch was genau ist spielen eigentlich? Spielen ist eine universelle Sprache. Sie ist schöpferisch, kreativ, herausfordernd, kooperativ und konkurrierend. Ans ich ist Spielen eine Notwendigkeit, durch Spielen lernt man zu überleben, es ist üben und trainieren. Außerdem stärkt es die sozialen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Spielen und lernen bedingen einander. Auch Gefühle können im Spiel ausgelebt werden. Es ist möglich seine Erlebnisse, Konflikte und Ängste zu bewältigen. Also warum ist es uns, als ”Erwachsene”, so peinlich zu spielen? Die abendländische Kultur schleppt eine Reihe Grundannahmen mit sich herum, dazu gehört auch die Grundannahme der notwendigen Existenz eines Überwiegens der Arbeit im menschlichen Leben (http://www.oekopax.de). Auch sind wir eine christlich geprägte Gesellschafft. Denn je gewisser wir unsere Pflicht tun, desto herrlicher wirkt die Wohltat Gottes in uns (aus: Urteil der Landessynode). Aus heutiger Sicht wird das Spielen, vor allem in calvinistisch geprägten Ländern, zumindest als problematisch angesehen. Mich hat ein Kommentar auf Giga.de darauf gebracht über diese Thematik zu schreiben. Vielen Dank an dieser Stelle an meinen Direktor, Herr Thomas Dlugaiczyk, der mir durch seine Vorlesung die Möglichkeit gab diesen Artikel zu schreiben.

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