MasterImage3D: Brillenlose 3D-Displays in 720p und WUXGA

Amir Tamannai
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2011 gab es die ersten nennenswerten Android-Smartphones mit 3D-Screen, in Deutschland machten das HTC Evo 3D und das LG Optimus 3D wenigstens ein bisschen räumlichen Wind; so richtig durchsetzten konnte die Technologie sich bislang jedoch nicht. Ob die Displays, die MasterImage 3D auf der CES vorstellen wird, das ändern werden, bleibt abzuwarten – die technischen Daten klingen auf dem Papier zunächst viel versprechend.

MasterImage3D: Brillenlose 3D-Displays in 720p und WUXGA

Ich hatte im vergangenen Jahr sowohl das HTC Evo 3D als auch das LG Optimus 3d in Händen – und obwohl beide grundsätzlich sehr gute Smartphones waren und ich 3D-Displays im mobilen Sektor an sich für eine spannenden Sache halte, konnte mich das, was EVO und Optimus in dieser Hinsicht boten, nicht überzeugen. Grund: Zu aufgesetzt wirkten sowohl der 3D-Effekt selbst als auch die Integration der Technologie in das Betriebssystem und die wenigen angepassten Anwendungen.

Das Unternehmen MasterImage 3D wird auf der diesjährigen CES, die Anfang der kommenden Woche in Las Vegas startet (androidnext.de ist bereits live vor Ort und wird für euch berichten), gleich zwei neue Displays für den mobilen Einsatz vorstellen: Eines mit einer Auflösung von 720p und eines für Tablets mit WUXGA-Auflösung (1.920 x 1.200 Pixel).

Das erste ist für den Einsatz in 4,3 Zoll-Geräten vorgesehen, das zweite könnte in 10.1 Zoll-Tablets verbaut werden – könnte, denn nach unserem Kenntnisstand hat MasterImage 3D für das Tablet-Display noch keine Geräte-Hersteller als Kunden gewinnen können. Im Smartphone-Bereich hatte Sharp in der Vergangenheit bereits Vorgänger-Screens in seine Geräte implementiert (die werden aber nur in Japan vertrieben), HTC wird als potenzieller weiterer Partner gemunkelt.

Zak Harry McCracken von CNET hatte bereits Gelegenheit, sich das 720p-Smartphone-Display in Aktion anzusehen – und war postiv überrascht: Durch die eingesetzte „cell matrix parallax barrier“-Technik produziert der Screen nicht nur ein hochauflösendes, sondern auch sehr scharfes und farbintensives räumliches Bild. Außerdem verschwand der „Ghosting“-Effekt, der sonst bei diesen Screens entsteht, wenn der Betrachter nicht mehr im optimalen Winkel auf das Display schaut und dann quasi das rechte und das linke Bild gleichzeitig und verschwommen wahrnimmt; beim MasterImage 3D-Screen wird das Bild in diesem Fall zwar auch flach, bleibt aber scharf.

Unser Termin mit dem Unternehmen auf der CES 2012 steht bereits; wir werden uns vor Ort selbst ein Bild von den vermeintlich besseren 3D-Display machen und euch dann berichten, ob 3D auf Smartphones und Tablets dank MasterImage 3D vielleicht in diesem Jahr endlich seinen Durchbruch feiern könnte.

Quelle: CNET News

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