Tablet gegen Notebook - der ultimative Usability-Vergleich

Matthias Schleif
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Ob es sich bei den marktführenden iPads von Apple und seinen Android-basierten Konkurrenten wirklich um eine “revolutionäre Entwicklung” handelt mag anhand unterschiedlicher Kriterien bestritten werden; die stetig zunehmenden Verkaufszahlen deuten allerdings darauf hin. Dennoch will die Kritik nicht abreissen, die Tablets seien “Spielzeuge” und nicht zum Produktiveinsatz geeignet, wozu es ein Note-, Net- oder am besten sogar ein Ultrabook benötige.

Tablet gegen Notebook - der ultimative Usability-Vergleich

Tablet Computer sind beileibe keine Entwicklung der Neuzeit, schon früher wurden Einfachsysteme für Fabrikhallen oder Krankenhäuser in dieser Bauform gestaltet, damals noch mit einem Stift zu bedienen. Mit Apples Erfolg bei den iPads feierte die Geräteklasse allerdings erstmals Erfolge im Massenmarkt, aber auch die Androidmodelle scheinen nach anfänglichen Schwierigkeiten nun langsam beliebter zu werden, wie Verkaufszahlen auch des Amazon Kindle zeigen. So ist die Frage nach deren Einsatzmöglichkeiten im Unternehmensbetrieb ebenso naheliegend, wie sie es auch bei den Netbooks und beim Apple-Tablet war, und bei den Smartphones und Ultrabooks sein wird.
Sicher, ein wenig müßig ist die Diskussion schon länger, denn normalerweise kann man schon davon ausgehen dass die Anwender sich ein Gerät auch nur dann zulegen, wenn sie einen bestimmten Zweck damit verfolgen – und sei es nur Musik hören oder in einer Online-TV-Zeitung stöbern. Doch kann man auch vernünftig seine Mails darauf schreiben? Dauert dies länger am Netbook oder einem Tablet? Und wenn ja, wieviel länger braucht man im Schnitt dafür? Ist auch der Einsatz unternehmenseigener Software möglich und welches System kann schneller aufwachen und startet effektiver den Browser? Kann die Hardware die Anforderungen an ein Arbeitsgerät erfüllen und wie konzentriert kann man daran arbeiten?

All diesen strittigen Fragen haben sich zwei Redakteure der c´t angenommen und sie sehr detailliert beantwortet – Print muss eben heute mehr tun, um das Zücken des Portemonnaies am Kiosk zu rechtfertigen. Freundlicherweise geben sie ihre Haupterkenntnisse in einem frei zugänglichen Artikel wieder, der vor allem eins zeigt:  beide – oder besser alle drei bis vier – Mobile Computing-Klassen haben ihre Daseins-Berechtigung, aber auch ihre Nachteile. Der schnellere Startvorgang der Tablets kompensiert sich beispielsweise durch ein durchschnittlich langsameres Tippen auf den Touch-Tastaturen. Als Notebook-Ersatz, so urteilte zumindest die Mehrzahl der befragten Kollegen in der c´t-Redaktion nach angeblich ernsthaften Umstiegs-Versuchen, eigneten sich die Tablets vor allem aufgrund der fehlenden oder schwächelnden Multitaskingfähigkeiten nicht, und somit wohl auch nicht für den Produktiveinsatz. Vor allem am iPad sorge das restriktive System für zusätzliche Zeitverschwendung  durch gewisse Tools, die sich bei jedem Aufruf neu ins Netz verbinden müssten. Dafür sei der Umgang mit Tablets entspannter, da die meisten Apps im Vollbild liefen und sich nicht von Programmen im Hintergrund stören liessen.

Ja, Print muss sich mehr rechtfertigen, aber das tut die c´t und die beiden Redakteure mit dieser Artikelserie auf jeden Fall. Falls irgendjemand noch einen Beweis benötigt, dass man Äpfel sehr wohl mit Birnen vergleichen kann und genau das auch den grösseren Erkenntnisgewinn bringt (was soll man schon rausfinden, wenn man Äpfel mit Äpfeln vergleicht? ;-), dem wird er hier geliefert. Wir haben nur angerissen, was im gedruckten Exemplar seitenweise ausgebreitet wird, daher empfehlen wir, vor dem Kauf eines hunderte Euro schweren “Personal Computer” erstmal ein paar Euro für das Fachmagazin zu investieren.

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