Bluetooth-Lautsprecher: Der große Vergleichstest
Sie gehören zu den Trends der diesjährigen IFA und finden sich in immer mehr Transportmitteln des öffentlichen Nahverkehrs. Bluetooth-Lautsprecher können sich heutzutage wirklich hören lassen und wir haben uns ein paar Vertreter dieser interessanten Kategorie genauer angesehen.
Vier Vertreter der Kategorie „tragbarer Bluetooth-Lautsprecher“ habe ich mit Augen und Ohren begutachtet. Sie erfassen zusammen eine Preisspanne von etwa 100 bis knapp 300 Euro und auch klanglich sind sie recht breit aufgestellt. Von blechern bis bassverwöhnt ist alles dabei. Ich stelle Euch die Kandidaten einzeln vor, anschließend folgt ein Fazit und eine Empfehlung. Dieses findet ihr auf der zweiten Seite des Artikels. Hier also das Line-Up:
Vier Bluetooth-Lautsprecher: Die Kontrahenten
Bevor ich auf die Unterschiede eingehe, ein paar Gemeinsamkeiten: Alle Geräte verfügen über Bluetooth-Konnektivität sowie zusätzliche Anschlussmöglichkeiten für Klinkenstecker. Dies erlaubt, beinahe jedes beliebige Wiedergabegerät, ob iPhone 5, Nexus 4 oder Galaxy Tab 2 10.1, an den Lautsprechern zu betreiben, entweder Kabellos oder mit Strippe. Alle Geräte können dank integrierter Akkus auch problemlos unterwegs betrieben werden.
Der Soundfreaq SoundKick ist als einziger zusätzlich mit einem USB-Anschluss zum praktischen Aufladen von iPhone oder Android-Smartphone ausgestattet. Darüber hinaus liegt allen Geräten ein Netzteil bei.
Viele der hier getesteten Lautsprecher äußern sich in irgendeiner Form, wenn sie ein- oder ausgeschaltet werden. Alle, bis auf den Soundfreaq SoundKick, brummen, tuten oder sprechen (!) sie, um ihre Präsenz kundzutun. Falls man also glaubt, die Geräte heimlich still und leise ausschalten zu können, hat man sich getäuscht. Das ist kein echter Nachteil oder Fehler – aber kann einem bisweilen schon mal etwas auf den Zeiger gehen.
Testkandidat 1: Logitech UE Boombox
Mit etwas über 2 Kg ist die Ultimate Ears Boombox von Logitech das schwerste Gerät im Test. Dadurch ist es sehr solide, ohne jedoch klobig zu wirken. Praktisch: Der übergroße Lautstärkeregler an der Seite. Er steuert den geräteeigenen Verstärker und nicht die Lautstärke am Wiedergabegerät.
Vorgestellt auf der IFA 2012 gehört die Boombox außerdem zu den jüngsten Geräten im Test. Äußerlich macht das Teil einiges her. Logitech hat 
Wie sieht es aber damit aus beim Logitech-Lautsprecher? Nun, das hängt, wie so oft im Audiobereich, stark von Anspruch und bevorzugter Musikrichtung ab. Mit einem recht betonten Bass und vergleichsweise zurückhaltenden Mitten ist die UE Boombox nicht für Klassikfans geeignet. Aber selbst Stücke aus dem Bereich „Indie-Rock“ werden nur mäßig zufriedenstellend wiedergegeben.

Bestens vorbereitet ist die UE Boombox für den Betrieb an Bluetooth-Geräten aller Art. Bis zu acht verschiedene davon können verbunden werden, drei davon gleichzeitig. Im Inneren sorgen zwei 1,3-cm-Hochtöner, zwei 7,6-cm-Woofer und vier passive 5,1-cm-Reflex-Booster für bis zu 102 dBC Schalldruck.
Über mangelnde Lautstärke wird sich dank einem Schalldruck von bis zu 102 dBC kein Nachbar beschweren können. Doch eigentlich will man mit solchen Dingern ja in die weite Welt hinaus und nicht in den eigenen vier Wänden hocken.
Die Akkulaufzeit wird vom Hersteller mit „bis zu sechs Stunden“ angegeben.
Die Logitech UE Boombox erhält man derzeit für 249 Euro UVP im Handel.
Vorteile
+ Einfache Bedienung
+ Robustes Design
+ Sieht gut aus (nur ein subjektiver Vorteil)
Nachteile
- Etwas zu basslastig
- Keine Telefoniefunktionen
- Recht hoher Preis
- Andere Geräte können nicht via USB aufgeladen werden
Testkandidat 2: Jawbone Big Jambox
Von Jawbone kommt die Big Jambox. Das Gerät, mit dem die Preis-Fahnenstange unseres Tests ihr oberes Ende findet. Aber zunächst ein Wort zum Äußeren dieses durchaus ansehnlichen Lautsprechers. Die Hülle besteht aus Metall und ist mit einem wabenförmigen Relief versehen. Andere Varianten sind schwarz oder rot, letztere in einer Art Sofapolster-Optik.

Wie das klingt, nämlich das Startsignal und die Statusinformationen, das kann man selbst entscheiden. Auf der Jawbone-Webseite stehen nach einer Anmeldung verschiedene Stimmen und Sprachen zur Verfügung. Uneingeschränkt nachvollziehbar ist der tiefere Sinn dieser Auswahlmöglichkeit nicht, aber eine nette Spielerei ist es allemal.
Von einer 8-bit-Version („Classic Arcade“) über einen „Rogue“ mit nicht näher definierbarem
Besonders merkwürdig ist übrigens, dass die japanische, kantonesische und Mandarin-Stimme im Gegensatz zu allen anderen klingt, als sei sie von einem schlechten Anrufbeantworter mit einem Tonbandgerät aus den frühen 60'er Jahren aufgenommen worden.
Zusätzlich gibt es ein paar „Apps“, kleinere Programme, die man auf das Gerät laden kann, um etwa häufig gewählte Nummern auf die J-Taste zu legen, Voice-Dialing zu aktivieren oder ähnliches. Insgesamt ganz witzig, können diese kleinen Gimmicks aber leider nichts gegen den vergleichsweise höhenlastigen und manchmal fast blechernen Ton der Big Jambox tun. Da fehlt leider für die meisten Musikrichtungen eine gesunde Mitte.

Die Sprachqualität ist annehmbar, für bequeme Telefongespräche zu Hause genügt sie allemal. Die Jawbone Big Jambox ist für 299 Euro UVP im Handel erhältlich (aktueller Preis: 299,90 Euro bei Gravis).
Vorteile
+ Freisprechfunktion
+ Verspielte Sprachvarianten
+ Gute Wiedergabesteuerung
Nachteile
- recht hoher Preis
- Klangqualität nicht überzeugend
- Andere Geräte können nicht via USB aufgeladen werden
Auf Seite 2 geht’s weiter mit den nächsten Testkandidaten und dem Fazit…




