Deutscher Musikmarkt stabilisiert sich 2011 weiter

Hank
Deutscher Musikmarkt stabilisiert sich 2011 weiter

Für die deutsche Musikindustrie gab es in den vergangenen Jahre ja nur selten guten Nachrichten, auch wenn die Verluste der Branche in letzter Zeit weniger heftig waren als zu Beginn der großen Krise. Nun hat der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) und media control in seinem “Trendbericht 2011″ jedoch bekannt gegeben, dass die Umsätze mit digitalen Tonträgern und CDs im vergangenen Jahr erstmals seit 1997 nicht mehr zurückgegangen, sondern stabil geblieben sind.

Grund dafür ist lau Bericht dabei vor allem der gestiegene Anteil an bezahlten Downloads, von denen es 2011 im Vergleich zum Vorjahr fast ein Drittel mehr gab. Aber auch die lange totgesagte CD bleibt weiter ziemlich stabil und macht noch immer drei Viertel des gesamten Umsatzes aus. Das gute alte Vinyl hat sich derweil ganze 20 Prozent mehr verkauft als im Jahr zuvor. Vor allem deutsche Acts legen dabei nach wie vor deutlich zu – Zugpferde waren hier, um das mal kurz zu ergänzen, übrigens alte Hasen wie Udo Lindenberg mit seiner “MTV Unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic”-Platte (s.o. mit Clueso) und Herbert Grönemeyer mit “Schiffsverkehr”. Endgültige Zahlen wird es allerdings erst in ein paar Wochen geben, wenn auch Zahlen zum Streamen von Musik vorliegen.

Der Ex-Viva- und MTV-Chef Dieter Gorny, der seit 2007 Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie ist, sieht in den neuen Zahlen allerdings noch keinen Grund, aus dem Häuschen zu sein. In einem Interview mit der dpa hat er heute Morgen erklärt, er finde es zu früh, von einer Trendwende zu reden. Gleichzeitig lobt er in dem Gespräch jedoch seine eigene Branche, die sich inzwischen auf den neuen Markt eingestellt habe. Um die Umsätze wieder zu steigern brauche es vor allem mehr Maßnahmen gegenüber illegalen Downloads.

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