DLC vs. Mikrotransaktion: Dafür geben die Spieler lieber Geld aus

Marco Schabel
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Zu den meisten modernen Spielen gehören heutzutage Zusatzinhalte (DLC) und Mikrotransaktionen ganz selbstverständlich dazu. Das Marktforschungsunternehmen NPD Group hat analysiert, was die Spieler lieber mögen.

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Man mag über Zusatzinhalte und überteuerte Mikrotransaktionen denken, was man will. Fakt ist, dass diese Verdienstquellen den Spielepublishern und Entwicklern Millionen in die Kassen spülen. Würden noch immer Millionen von Menschen World of Warcraft spielen, wenn es nicht Erweiterungen wie Legion gäbe? Würde GTA Online auch mehr als drei Jahre nach dem Release noch Millionenbeträge mit Mikrotransaktionen erwirtschaften? Klar, insbesondere „echte“ Gamer beschweren sich schnell, wenn Activision oder EA wieder scheinbar überteuerte Season Pässe für Call of Duty oder Battlefield ankündigen und wenn in Spielen wie Evolve die Skins für mehrere Euro angeboten werden. Doch deren Meinung ist egal, weil die Gelegenheitsspieler den Massenmarkt bestimmen. Und wofür die am liebsten Geld ausgeben, verrät eine aktuelle Studie der amerikanischen NPD Group.

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Das Ergebnis der Studie zu Mikrotransaktionen und DLCs beschränkt sich zwar nur auf den amerikanischen Markt, liefert aber trotzdem interessante Details. Demnach haben 28 Prozent aller Spieler zwischen 13 und 54 Jahren (auf Basis von 8.893 Befragten) in den vergangenen drei Monaten zusätzliche Inhalte gekauft – mehrheitlich männliche Teenager. 23 Prozent wären bereit, Geld für Mikrotransaktionen auszugeben, während nur 16 Prozent ihr Erspartes in Spielerweiterungen stecken würden.

Knapp die Hälfte gab jedoch zu verstehen, dass sie der Meinung sind, dass weder DLCs, noch Mikrotransaktionen ihr Geld wert sind. Auch waren 16 Prozent der befragten Spieler der Meinung, dass das, was als Zusatzinhalt angeboten wird, bereits im eigentlichen Spiel hätte auftauchen müssen. Interessant an der Umfrage: Das sonst so verpönte „Pay to Win“ ist „nur“ für 68 Prozent der Befragten eine schlechte Sache, womit es im Umkehrschluss von 32 Prozent befürwortet oder zumindest als nicht schädigend betrachtet wird.

Insgesamt kommt die NPD Group zu dem Ergebnis, dass Mikrotransaktionen – wenn sie den Spaß am Spiel verstärken – beliebter sind, als herunterladbare Zusatzinhalte. Treibende Kraft ist dabei übrigens, wie sollte es auch anders sein, der Preis.

Quelle: Gamespot

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