Icarus: Dieses Tool erlaubt Hackern eure Drohnen zu kontrollieren

Marco Di Lorenzo

Mit dem Tool „Icarus“ soll es möglich werden, die Kontrolle über fast jede Drohne in der Luft zu übernehmen. Copter, die etwa den Flugverkehr gefährden, könnten damit sicher gelandet werden. Tausende Euro teure Kameradrohnen könnten allerdings ebenfalls Opfer von gezielten illegalen Entführungen werden.

Icarus: Dieses Tool erlaubt Hackern eure Drohnen zu kontrollieren

Könnte Drohnen-Kidnapping künftig tatsächlich zum Problem werden? Zumindest die nötige Technologie dafür ist jetzt vorhanden. Entwickler haben auf der PacSec Sicherheitskonferenz jetzt das Tool „Icarus“ vorgestellt: Ein Device, das sich in das weitverbreitete Funkprotokoll zur Drohnensteuerung einhackt, die Fernbedienung des eigentlichen Besitzers blockiert und die Steuerung mit einem eigenen Controller ermöglicht.

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Einsatzkräfte künftig mit Icarus ausstatten?

So genannte Jammer, die die Funkverbindung stören und in der Regel zu einem Absturz der Drohne führen, gibt es bereits seit langem. Nun ist es mit Icarus aber erstmals möglich, die Steuerung komplett zu übernehmen. Das Gerät soll nur zur Demonstration dienen und nicht auf den Markt gelangen. Theoretisch wäre es aber für jeden mit ausreichend technischem Know-How möglich, Icarus nachzubauen, was die Angelegenheit sehr bedenklich macht.

Wer die Technologie nur als Einladung für mögliche Drohnen-Entführer versteht, der hat jedoch die positiven Aspekte noch nicht erkannt: Schon des Öfteren haben Copter den Flugverkehr gefährdet oder Rettungshubschrauber an der gefahrlosen Landung gehindert. In solchen Situationen könnten Einsatzkräfte die Drohne übernehmen und sicher landen.

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Auch andere Geräte sind gefährdet

Icarus nutzt mehrere Brute-Force-Methoden um Lücken im so genannten DMSx-Funkprotokoll auszunutzen. Dieses kommt bei fast allen Consumer-Drohnen aber auch anderen ferngesteurten Geräten wie zum Beispiel Flugzeugen, Booten und Autos zum Einsatz. Ob es dafür bald einen Patch geben wird, bezweifeln die Entwickler. Das Problem sei schließlich vor allem, dass es bei den meisten in solchen Geräten verbauten Empfängern keine Möglichkeit gibt, die Firmware zu aktualisieren oder zu ändern.

Quelle: Businessinsider

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