Forscher sagen das Ende der SSD voraus

Hüseyin Öztürk
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Glaubt man den Forschungen der Wissenschaftler der University of California in San Diego, sieht die Zukunft für die Solid State Drives nicht besonders rosig aus. Demnach sollen SSDs bereits 2024 das Ende der technischen Entwicklung erreichen. Dies würde bedeuten, dass die schnellen Speicher in 12 Jahren zum alten Eisen gehören werden.

Forscher sagen das Ende der SSD voraus

In ihren Forschungen kamen die Wissenschaftler, wie die Webseite Computerworld berichtet, zu dem Ergebnis, dass zwar die Speicherkapazitäten in den kommenden Jahren weiterhin steigen werden aber dies auch massive Probleme mit der Bandbreite mit sich bringe. Dabei spiele es keine Rolle, auf welche Technik (SLC, TLC oder MLC) die einzelnen Hersteller setzen würden. In 12 Jahren sollen die SSDs Speichergrößen von mehreren Terabyte aufweisen, worunter dann aber die Zugriffszeiten leiden werden. Die Forscher gehen davon aus, dass die schellen Festplatten dann mit einer Strukturbreite von 6,5-nm gefertigt werden und die Lese-Schreib-Latenzen sich verdoppeln würden. Zudem rechnet man mit einer Fehleranfälligkeit die dreimal höher ist als heute.

Für ihre Forschung haben die Wissenschaftler rund 45 Flash-Chips analysiert und getestet. Die Fertigungstechnologien reichten dabei von 72 nm bis zu den heutigen 25 nm. Insgesamt wurden SSDs von sechs verschiedenen Herstellern untersucht. Den Herstellern bleibt noch ein wenig Zeit, um auf diese Ergebnisse zu reagieren und eventuell mit speziellen Flash-Controllern den beschriebenen Effekten entgegenzuwirken. Trotz dieser düsteren Zukunftsaussicht wird sich aber auch in Zukunft der Einsatz einer SSD lohnen, wenn der Preis stimmt. Wer weiß, welche Technologien in den kommenden Jahren entwickelt werden und die Solid-State-Drives bereits vor 2024 ablösen.

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