Von wegen Überraschung: Das System MogIA lag bereits bei drei vorangegangenen US-Wahlen richtig und wusste auch diesmal Bescheid, wer gewinnt.

Künstliche Intelligenz hat Trumps Sieg vorausgesagt
Bildquelle: Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0

Siri, Google Assistant, Cortana und Alexa – das sind Formen künstlicher Intelligenz, die unseren Alltag erleichtern sollen. Andere Systeme dienen der Wissenschaft: Das Erstellen und die Analyse von Abstimmungstrends bei Wahlen sind eine aufwendige Angelegenheit. Ganze Kohorten von Experten versuchen, bereits lange vor dem Wahltag hochzurechnen, wer als Sieger hervorgehen wird.

Beim Durchwühlen von Datenbergen aus dem Internet helfen natürlich auch Computersysteme mit immenser Rechenleistung – eines dieser Systeme lernt eigenständig neue Regeln hinzu und lag mit dieser Strategie nun das vierte Mal in Folge richtig – und das Tage vor der eigentlichen Wahl. MogIA sagte bereits am 28. Oktober Donald Trump als US-Präsidenten voraus.

MogIA nutzt Onlineplattformen

Sanjiv Rai ist einer der Gründer des indischen Start-Ups Genic.ai und steht hinter dem AI-System MogIA, dessen Name von Mowgli, dem Jungen aus dem Dschungelbuch, abgeleitet ist. Ähnlich wie der Protagonist der Erzählung lernt die Künstliche Intelligenz (AI) aus ihrer Umgebung und wird auf diese Weise klüger.

Dazu nutzt die Software 20 Millionen Messpunkte auf Onlineplattformen wie Google, Twitter, Facebook und Youtube. Die dort öffentlich verfügbaren Tweets, Posts und Videos geben Hinweise auf die aktuelle politische Stimmung und dazugehörige Trends.

Diese Informationen als Basis für eine Prognose zu verwenden, ist seit dem Aufkommen der sozialen Medien eine verbreitete Methode. MogIA nutzt also dieselben Daten wie andere Experten auch, kann sich aber mit einer erstaunlichen Erfolgsquote absetzen.

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Eine neue Evolution im AI-Bereich

„Während die meisten Algorithmen unter der Befangenheit der Programmierer leiden, zielt MogIA darauf ab, von ihrer Umgebung zu lernen. Sie entwickelt eigene Regeln auf der politischen Ebene, sie entwickelt Expertensysteme, ohne dabei Daten zu verwerfen,“ erklärt Rai die Arbeitsweise des Systems. „Wenn man künstliche Intelligenz so gestaltet, dass sie frei von Neigungen ist, dann tappt sie nicht in diese Falle. (…) Das ist gewissermaßen eine neue Evolution im AI-Bereich. Zudem ist das, was die meisten Leute tun, Datenanalyse. Es gibt einen Unterschied zwischen Datenanalyse und künstlicher Intelligenz.“

Quelle: CNBC

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