Tech Open Air 2017: Wo die NASA, Sexroboter und elektronische Musik aufeinandertreffen

Stefan Bubeck

Es ist bereits das sechste Mal, dass sich die Tech-Welt zu einem interdisziplinäres Festival zusammenfindet. Auf dem TOA 2017 in Berlin werden dieses Jahr über 20.000 Teilnehmer erwartet, von Soundcloud über Google ist unter den Speakern alles vertreten, was Rang und Namen hat.

Das Tech Open Air findet vom 11.-14. Juli 2017 in Berlin statt. Der Hauptveranstaltungsort ist das Funkhaus in Treptow-Köpenick, rund um das Festival können zudem rund 200 Satellitenveranstaltungen im gesamten Stadtgebiet besucht werden. Zu den Highlights zählen Vorträge und Gespräche unter anderem mit Alex Ljung (Soundcloud), Rebecca Roth (NASA), Damian Bradfield (WeTransfer), Tom Hulme (Google Ventures), Jake Lodwick (Vimeo), Bryony Cole (Future of Sex), Scott Heiferman (Meetup) und Richie Hawtin (DJ, Minus).

Das vollständige Programm des TOA 2017 sowie Tickets findet auf der Event-Webseite.

TOA-Chef Nikolas Woischnik im Interview: „Das gemeinsame Erlebnis schweißt zusammen.“

Nikolas Woischnik ist der Gründer des Tech Open Air Festival (TOA), manche kennen ihn auch als Kopf hinter den Coworking Spaces „Ahoy! Berlin“. Wir haben dem TOA-CEO einige Fragen gestellt, hier sind seine Antworten.

1. Tech Open Air – ein ungewöhnlicher Name für ein Event mit einem ungewöhnlichen Konzept. Was können wir uns unter dem Event vorstellen?

Woischnik: Ungewöhnlich ist vielleicht nicht das richtige Wort – TOA ist anders: wir brennen für Technologie und Innovation und das sollen die Teilnehmer auch spüren und miterleben dürfen. Zum Tech Open Air trifft sich die nationale und internationale Startup- und Tech-Welt im Berliner Funkhaus am Spreeufer. Das Festival knüpft ein Band zwischen den Disziplinen Technologie, Musik, Kunst und Wissenschaft und fördert den Austausch und die Zusammenarbeit über die Szene hinaus.

Mit insgesamt vier Tagen, über 200 Speakern, 200 Satellite-Events und 20.000 erwarteten Teilnehmern, ist das diesjährige TOA, die größte Edition bisher. Am ersten und vierten Tag, sowie an den beiden Abenden der Konferenz am 12. und 13. Juli, werden Satellite-Events in der ganzen Stadt veranstaltet. Diese werden von nationalen und internationalen Konzernen, Startups, wissenschaftlichen Institutionen etc. gestaltet und organisiert.

Der Gedanke hinter dem Event ist der Aufbau einer Community, die über die Startup-Szene hinaus besteht und Gründer, Investoren, Mittelständler sowie Kreative über ihre eigenen Wirkungsräume hinaus vernetzt – in Berlin, Deutschland, Europa und über den Kontinent hinaus. Nur so kann ein Netzwerk entstehen, in dem jeder – vom kreativen Kopf über Neugründer zu Großkonzernen – eine Chance hat seinen Weg zu gehen, von anderen Community-Mitgliedern zu profitieren und gleichzeitig etwas zu geben.

2. Ist die große Bandbreite des TOA zufällig entstanden oder habt ihr Kuratoren, die diese Vielfalt gezielt aufbauen?

Woischnik: Wir legen Wert auf Vielfalt und wollen vermeiden, dass nur ein spezifisches Thema im Fokus der Veranstaltung steht. Aus diesem Grund haben wir uns von vornherein entschieden keinen Speaker zweimal auf der TOA Bühne sprechen zu lassen – ein Versprechen, dass wir bis jetzt gehalten haben und auch in Zukunft anstreben. Das erfordert natürlich weitreichende Kuration in die wir viel Zeit investieren. Unsere Speaker sind Branchenexperten und Visionäre, die die Tech-Welt von morgen bereits gestern vorhergesehen haben. Dieses Jahr sind unter anderem Rebecca Roth, Bildkoordinatorin der NASA, Liviu Babitz, Mitgründer und CEO, Cyborg Nest, Yaël Eisenstat, Gründerin Kilele Global und ehemalige CIA Analytikerin sowie nationale Sicherheitsberaterin von Vizepräsident Joe Biden und Philip Rösler, ehemaliger Vizekanzler. Neben zukunftsfähigen Innovationen, greift das TOA gesellschaftlich aktuelle Themen auf, wie beispielsweise ein universelles Mindesteinkommen oder ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge und bietet somit Raum für Diskussion und gestaltet Lösungsansätze.

Auf Seite 2 verrät uns Nikolas Woischnik, was den TOA-Besucher 2017 konkret erwartet. Außerdem: Bilder vom TOA 2016

Weitere Themen: SoundCloud, NASA

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