Facebook - Hamburger Datenschützer verlangt Abschaltung von Facebooks Gesichtserkennung

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Vor einigen Monaten hat Facebook ein wiedermal umstrittenes Feature gestartet: Die Gesichtserkennung bei hochgeladenen Fotos. Wie bei Facebook üblich wurde nicht gefragt ob der Benutzer es will, sondern es wurde standardmäßig für alle aktiviert.

Facebook - Hamburger Datenschützer verlangt Abschaltung von Facebooks Gesichtserkennung

Damit ist es die Aufgabe des Nutzers, der die Funktion auf Wunsch abschalten kann (“Opt-out”), anstatt sie auf Wunsch zu aktivieren (“Opt-in”). Genau dieses Opt-out-Verfahren hält der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar für zu umständlich und irreführend und fordert, dass Facebook diese Funktion abschaltet oder an die europäischen oder nationalen Datenschutzstandards anpasst und bereits gespeicherte Daten löscht. Erst wenn ein Benutzer ausdrücklich sein Okay gibt, sollen die biometrischen Daten gespeichert werden dürfen. Caspar nennt die automatische Gesichtserkennung einen “schweren Eingriff in das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen”.

Weiter nennt Caspar die Ansammlung an biometrischen Daten durch Facebook ein immenses Risiko. Insgesamt habe Facebook mehr als 75 Milliarden hochgeladene Fotos auf denen bereits mehr als 450 Millionen Personen getaggt sind.

Mit Hilfe der Gesichtserkennung werden Bilder beim Hochladen auf Gesichter von Personen im eigenen Freundeskreis untersucht und können direkt verlinkt werden. Wer nicht automatisch getaggt werden will kann in den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook diese Funktion deaktivieren.

Habt Ihr die Gesichtserkennung aktiviert oder ist Euch das zu viel? Wie viel Privatsphäre wollt Ihr in sozialen Netzwerken wie Facebook? Schreibt Eure Meinung in die Comments!

Quelle: datenschutz-hamburg.de (PDF)

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