Tech Eck - Von Bits und Bytes (und Baud?) Teil 2 - Tech Eck - Von Bits und Bytes Teil 2

Leserbeitrag
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(Cristina) So, liebe Freunde der Trivialinformatik. Heute geht’s weiter mit den Grundlagen unseres treuen Gefährten – des Computers. Was bits sind haben wir Euch letzte Woche anschaulich erklärt, aber was zum Teufel sind jetzt bitte bytes?

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Kurzer Rückblick: Ein bit ist die kleinste Informationseinheit, die ein Computer verwerten kann (1 oder 0). Ein byte ist nun nichts anderes als 8 bits, also eine achtstellige binäre Zahl, zum Beispiel: 01100111. Darum wird ein byte in der Informatik auch häufig als “Oktett” (eine Gruppe die aus acht Teilen besteht) bezeichnet.

Aufgrund unterschiedlicher Versuche, die Umrechnung von byte in Kilobyte, Gigabyte etc. zu standardisieren, hat man nun ein noch größeres Durcheinander als vorher. So hat die International Electrotechnical Commission (IEC) beispielsweise versucht, den Standard KiBiByte einzuführen. Ein KiBiByte (das Bi in der Mitte steht für binary) wären demzufolge 10 hoch 3 Byte (also 10*10*10 Byte = 1000 Byte). Dieser Standard konnte sich jedoch bis heute nicht wirklich durchsetzen.

Hier die Umrechnungstabelle, wie sie heute üblicherweise gebraucht wird:

KiloByte:
1.024 (= 2 hoch 10) Byte – 8.192 (= 2 hoch 13)Bit
MegaByte:
1.024 (= 2 hoch 10) KiloByte – 8.388.608 (= 2 hoch 23) Bit
GigaByte:
1.024 (= 2 hoch 10) MegaByte – 8.589.934.592 (= 2 hoch 33) Bit
TeraByte:
1.024 (= 2 hoch 10) GigaByte – 8.796.093.022.208 (= 2 hoch 43) Bit

Wieso werden nun bits als Maßeinheit für Übertragungsraten (Internet) und bytes als Maßeinheiten für Speicherkapazitäten (Arbeitsspeicher, Festplatten, USB-Sticks, etc.) verwendet? Nun, eine eindeutige Antwort darauf habe ich nicht finden können. Es liegt jedoch die Vermutung nahe, dass bit für Übertragungsraten genutzt werden, damit diese beispielsweise in Werbungen für DSL und Ähnliches einen “Mehrwert” haben. Denn wer lässt sich schon von einer “100 kbyte DSL flatrate” locken, wenn er 1 MEGAbit haben kann?

Beim Speicherplatz wiederum ist es genau umgekehrt. Der ist schon immer so viel höher gewesen (im Vergleich zu Übertragungsraten), dass es sich nicht lohnt, Angaben in bit zu machen. Technisch lässt sich diese Unterscheidung unseres Wissens nach nicht begründen. Der PC bricht alle Werte sowieso immer auf bits, also die Nullen und Einser, runter.

Möglicherweise kommt die “Übernahme” der bits in Verbindung mit Übertragungsraten aber auch aus der veralteten Einheit “baud” für die Fernmeldetechnik. Aber das ist ein anderes Thema ;-).

Klar soweit? Natürlich seid Ihr wie immer dazu aufgerufen, Ergänzungen etc. in die COMMENTS zu posten!

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