High End Audio: Digital und analog endlich auf Augenhöhe

Matthias Schleif
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In München endete gestern die “High End 2012″, eine kleine, feine Fachmesse für Menschen und Vertriebler mit extra guten Ohren. Hauptsächlich für den Heimbereich stellte die audiophile Fachwelt hier ihre besten Stücke aus. Viele davon arbeiten mittlerweile digital, auch wenn das wohl nur unter vorgehaltener Hand bestätigt wird.

High End Audio: Digital und analog endlich auf Augenhöhe

Die Analogtechnik wird von Audioenthusiasten eigentlich zu Recht wegen ihrer Dynamik und ihres Detailreichtums geschätzt, hat aber das Problem der recht hohen Preise. Klammheimlich, so scheint es, haben sich die digitalen Techniken aber mindestens als zusätzliche Optionen doch etabliert, beschreibt heise.de die Szene auf der Messe. Mindestens einen USB-Anschluss hat mittlerweile fast jedes Gerät, viele auch WLAN und Ethernet-Anschlüsse, doch dass es sich deswegen eigentlich bereits um handelt, wird aufgrund der “fremden” Rhetorik eher nicht kommuniziert.

Dass die digitale Musikwiedergabe der Qualität analoger wohl erstmals ebenbürtig ist, gibt man eben nicht gern zu, wenn man sich über die Jahre eine edle Anlage zusammen gespart hat. Selbst diejenigen, die mit allerlei Zaubertricks nachgeholfen haben, müssen sich das wohl eingestehen. Das Magnetfeld, um den Verstärker mit 200 Euro teuren Metallstäben zu normalisieren, die High End Anlage vor EMPs aus heftigen Sonnenstürmen zu schützen, und dergleichen Tricksereien standen ja schon immer in zweifelhaftem Ruf. Den entscheidenden Vorteil gegen die Digitaltechnik werden diese Dinge, die es wohl zuhauf auf der Messe gibt, also auch nicht mehr zurückerobern.

Auch auf der Messe vertreten ist der deutsche Hersteller beyerdynamic. Dieser hatte bereits im Vorfeld eine Innovation bei seinen Kopfhörern angekündigt, die man auf der Messe ausprobieren konnte. Beyerdynamic verspricht in seiner Pressemitteilung, mit dem speziell entwickelten Headzone-System würden die Kopfhörer wie “echte Stereo-Lautsprecher klingen”, eben inklusive aller Raumklanganteile. Diese müssen allerdings emuliert werden, was der Hersteller mit einer Basisstation realisiert, die mit verschiedenen Kopfhörermodellen kombiniert werden kann. In dieser Box würden sogar Anteile des rechten Ohrs fürs linke aufbereitet, und umgekehrt. Dafür werden nach eigenen Angaben “kopfbezogene Übertragungsfunktionen (HRTF = Head Related Transfer Function)” benötigt. Im Kern sind das wohl “spezielle mathematische Formeln, die das Reflexionsverhalten von Schall am Kopf nachbilden”.  Wie das genau geht, erklärt beyerdynamic auf seiner Website.

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