Im Jahr 2006 sollen die Rüstungskäufe um die Hälfte steigen. Die Streitkräfte sollen qualitativ und technologisch erneuert werden. “Wir haben verstanden, dass die Armee der Garant für die Souveränität unseres Staates ist”, sagte Putin in Moskau.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion vor 13 Jahren ringt die russische Armee mit der eigenen Identität. So recht hat sie bis heute nicht ihre Bestimmung gefunden. Und Schlagzeilen machte sie international in den letzten Jahren vor allem durch die U-Boot-Katastrophen im arktischen Meer.
Nicht nur diese Katastrophen zeigen es: Die Armee ist einem schlechtem Zustand. Eine Erneuerung ist dringend notwendig, will man im internationalen Vergleich mithalten. Putins Vorgänger Boris Jelzin sprach of von einer “Militärreform”, dazu gekommen ist es nie wirklich. Wladimir Putin ist mit solchen Aussagen vorsichtiger. Dennoch hat er erkannt: Es muss etwas getan werden auf der Dauerbaustelle Streitkräfte.
Ein erster Schritt: Der Beschaffungsetat wurde auf 237 Milliarden Rubel (6,9 Milliarden Euro) aufgestockt. Doch auch mit dieser Summe kann Verteidigungsminister Sergej Iwanow keine großen Sprünge machen. Vor allem die strategischen atomaren Waffen müssen mit diesem Geld gewartet werden. Während die russische Rüstungsindustrie erfolgreich ins Ausland exportiert, bekommt die eigene Armee nichts.
