“Die Aktion läuft”, bestätigte nun die Münchner CSU-Landesgeschäftsführung gegenüber dem Internet-Nachrichtenmagazin heise online den innovativen Wahlkampf, der bereits im CSU-Wahlblog angekündigt worden war.
Etwa 300.000 E-Mails werden in diesen Tagen an potentielle Wähler versendet. Und damit nicht genug, denn die eigentliche Neuheit sind Kurzmitteilungen und Telefonbotschaften Edmund Stoibers, die ihre Empfänger über das Handy erreichen werden. Dieser Schritt soll eine “mobile Überraschungswelle” für mehrere hunderttausend Wähler bedeuten, laut Eigenwerbung der beauftragten Firma Plan Net.
Doch weniger über den Inhalt der aus den USA abgeguckten High-Tech-Wahlreklame als vielmehr über Sinn und Unsinn des Polit-Spams der CSU diskutiert derzeit die deutsche Bloggerszene. Vor allem der CSU-Blog, der durch die Partei selbst ins Internet gestellt wurde, sieht die Aktion kritisch. Darf eine Partei auf diese Weise um Wählerstimmen kämpfen? Und wie überhaupt gelangt diese an die E-Mail-Adressen und Telefonnummern? Nach Aussage der CSU seien diese Angaben öffentlich zugänglichen Verzeichnissen entnommen und würden daher erlauben, tatsächlich Werbung zu erhalten.
