Diskussionen und Proteste: Reklame rechtswidrig?

CSU-Generalsekretär Markus Söder setzt zwar überzeugt auf das “in England und den USA erfolgreiche” Konzept, Bayerns SPD-Vize Florian Pronold stuft dieses dagegen als Wählerbelästigung ein und spricht damit für viele Blogger. “Rechtswidrig” und “kriminell” seien diese unerwünschten Botschaften. “Egal wo man politisch steht, sollte man Spam nicht gutheißen, tolerieren oder gar unterstützen”, schreibt ein Nutzer. “Mir würde es auf die Nerven gehen, an meinem Urlaubstag morgens ungewollt mit Stoibers Stimme geweckt zu werden.”

Andere drohen den Verantwortlichen sogar mit einer Klage oder drehen die Erwartungen ins Gegenteil: “Wer ist eigentlich so bekloppt, dass er eine Partei wählt, die ihn nervt.” Die neuen Vertiebswege von Wahlbotschaften stoßen vermehrt auf Kritik, Unverständnis und offensive Enttäuschung: “Wenn mich auch nur eine E-Mail oder SMS erreicht, dann gibt’s das Kreuz bei den Grünen.” Ziel verfehlt? Nur wenige heißen die “moderne Wahlwerbung” gut und unterstützen die CSU als “Laptop- und Lederhosen-Partei”.

Markus Söder hofft mit dieser Aktion, die Teil einer “Hundert-Stunden-Kampagne” der CSU ist, auf eine selbständige Verbreitung der Nachrichten. Kurz nach der Wahlempfehlung Stoibers werden die Empfänger per SMS dazu aufgefordert, Freunde und Bekannte daran teilhaben zu lassen.

Wird die CSU mit ihrer Wahlstrategie erfolgreich sein? Hat sie überhaupt das Recht, potentielle Wähler unerwünscht mit Werbung zu konfrontieren? Wie würdet Ihr reagieren? Im COMMENTS-Bereich könnt Ihr dazu Eure Meinung kundtun.