IPv6-Zeitalter naht: Morgen Vergabe der letzten IPv4-Adressen

Florian Matthey
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Ab Donnerstag gibt es keine neuen IPv4-Adressen mehr. Die asiatisch-pazifische IP-Registrierungsstelle APNIC erhielt zwei /8-Block-Adressen – was bedeutet, dass die weltweite IP-Verwaltungsorganisation IANA nur noch fünf IPv4-Pakete zur Verfügung hat. Am morgigen Donnerstag wollen die Organisationen offiziell das IPv6-Zeitalter einläuten.

Die fünf letzten IPv4-Pakete will IANA noch per Losverfahren an die regionalen Organisationen verteilen. Deren Mutter-Organisation ICANN will am morgigen Donnerstag um 15:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit einen Webcast anbieten, in dem die Organisation das Ende der verfügbaren IPv4-Adressen verkünden möchte.

Wenn keine IPv4-Adressen nach dem bekannten 32-Bit-Muster mehr verfügbar sind, bedeutet das nicht, dass sich keine neuen Internet-Adressen mehr anmelden lassen. Vielmehr werden die Organisationen ab morgen nur noch 128-Bit-IPv6-Adressen vergeben. Diese lassen sich nicht nur daran erkennen, dass sie länger sind und hexadezimal notiert werden – und somit deutlich mehr Zahlenkombinationen als IPv4-Adressen ermöglichen. Stattdessen trennen die einzelnen Ziffern nunmehr Doppelpunkte statt Punkte.


Zusätzliche Kaufentscheidung:
Über die Änderungen und Konsequenzen, die der neue IPv6-Standard mit sich bringt, informiert das Buch IPv6 Grundlagen – Funktionalität – Integration* von Silvia Hagen.

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