Schadsoftware sperrt Rechner im Namen des Gesetzes

Hüseyin Öztürk
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In einer Pressemitteilung warnen die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einer Schadsoftware, die in ihrem Namen Rechner sperrt, mit dem Hinweis auf eine Urheberrechtsverletzung.

Schadsoftware sperrt Rechner im Namen des Gesetzes

Wie die GVU weiter berichtet, soll die Schadsoftware heute Morgen bereits mehrere private Rechner gesperrt haben. Die Schadsoftware kapert das System und blendet beim Start des Browsers eine bildschirmfüllende Meldung ein, in der als Absender die GVU und das BSI angegeben werden. Der eingeblendete Text weist man den Nutzern darauf hin, dass mit diesem Rechner Raubkopien heruntergeladen worden seien. Um den Rechner wieder zu entsperren, solle man eine Gebühr in Höhe von 50 Euro via Paysafecard bezahlen. Damit bei der Überweisung auch bloß nichts schiefgeht, folgt sogar eine Anleitung, die den Nutzer Schritt für Schritt durch die Prozedur begleitet.

Die GVU warnt eindringlich vor der Schadsoftware und rät den betroffenen PC-Besitzern nicht zu zahlen, sondern eine Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle zu erstatten. Um die Schadsoftware aus dem System zu entfernen, solle man laut der GVU die Festplatte ausbauen und in einen funktionsfähigen Rechner mit aktuellen Virenschutzprogramm einbauen, um einen Scan durchführen zu können. Wer ein externes Festplattengehäuse besitzt, kann auch auf diesem Wege den Scan durchführen.

Weiterhin heißt es in der Pressemitteilung: “Die GVU ist nicht Absenderin dieser Meldung und distanziert sich ganz klar von solchen kriminellen Machenschaften”. So wie es derzeit ausschaut, hat sich der Virus über eine Werbung mit pornografischen Inhalten verbreitet. Darüber hinaus weist die GVU auch noch darauf hin, dass eine Zahlung wie im Text vorgegeben nicht zur Entsperrung führt, wie ein Betroffener bereits feststellen musste.

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