Südkorea - Vorgetäuschter Stromausfall: Internet-Cafe-Zocker reagieren aggressiv

Steven Drewers

Nicht nur hierzulande wird ab und an ein Sündenbock benötigt um den Anstieg von Gewalt-Delikten zu rechtfertigen. Auch in Südkorea werden Gamer als ungehemmte, gewaltbereite Monster dargestellt.

Ein Nachrichtenbeitrag der Munhwa Broadcasting Corporation zum Thema “Gewalt in Computerspielen” macht genau das auf eine perfide Art und Weise, die sogar in Deutschland als albern abgestempelt werden würde.

Ein Experiment in einem Internet-Cafe sollte den Beweis erbringen, dass Zocker gemeinhin zu Aggressivität neigen, indem man kurzerhand den Strom abschaltete. Oh Wunder, alle Besucher des Cafe’s beschwerten sich lauthals und begannen sogar zu fluchen.

Die Reaktion der Besucher wurde im Bericht folgendermaßen gewertet: “Sie wurden selbst zu den gewalttätigen Charakteren, die sie spielen”. Für den Bericht hat sich MBC mittlerweile entschuldigt, da einige Zuschauer-Stimmen sogar verlangten, dass man den Cafe-Besuchern ihr Geld erstattet. Ganz ehrlich, wer würde sich nicht über einen Stromausfall aufregen, während er zockt, surft oder sogar arbeitet?

Quelle: kotaku

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