VZ-Netzwerke - Neugestaltung soll VZs profitabel machen

commander@giga
2

Nachdem die führenden internationalen Sozial-Netzwerke, Facebook und Google+, in den letzten Wochen so einige Änderungen durchgeführt haben, kündigt nun auch die Holtzbrink-Verlagsgruppe ein ReDesign der hauseigenen SchuelerVZ, StudiVZ und FreundeVZ (ehemals MeinVZ) Netzwerke an, um den Mitgliederschwund zu bremsen und vielleicht ab 2012 dann doch mal profitabel zu sein. Das SchuelerVZ von Pink in Grün-Blau zu ändern kann dabei natürlich nicht die einzige Maßnahme sein, wie der VZ-Chef Clemens Riedl im Interview erklärt.

VZ-Netzwerke - Neugestaltung soll VZs profitabel machen

Besonders viele visuelle Änderungen mögen dem normalen Nutzer vielleicht gar nicht auffallen, aber der technische Hintergrund wird komplett umgekrempelt, erklärt der Verantwortliche. Wie Riedl dem Heise-Magazin außerdem mitteilte basieren die Webseiten nach der Umstellung auf dem Google Web Kit, mit dem Änderungen einfacher umgesetzt werden könnten, als mit der bisherigen Plattform. Hierdurch könnten vor allem einige Echtzeit- und Chatfunktionen eingeführt sowie Videotelefonie ohne weitere Plugins ermöglicht werden. Auch könnten Entwickler mit der auf Open Source basierenden Plattform besser umgehen. Eine weitere visuelle Neuerung betrifft den Seitenaufbau, der nun dreispaltig gestaltet ist. Riedl weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Seitenleisten im Gegensatz zu anderen Sozialnetzwerk-Plattformen werbefrei seien, was sicher ein Pluspunkt sein dürfte.

Ebenfalls ausgebaut werden aber die Versuche, mit den Seiten das große Geld zu verdienen. Neben der gewohnten Flashwerbung, den ganzseitigen Pop-Ups und den kleinen Bannern will Holtzbrink in Zukunft auch über “gesponserte Themenseiten” oder sogar mit virtuellen Gütern aus Spielen den benötigten Gewinn schöpfen. Ob ihnen das bei dem enormen Mitgliederschwund der letzten Monate noch gelingt scheint zumindest fraglich. Ob es einen großen Unterschied macht, dass nun Themen-bezogen und nicht mehr Gruppen-basiert diskutiert wird oder dass auch andere Aktivitäten der Mitglieder im weiteren Internet verfolgt werden können, könnt ihr euch ja auch selbst mal ansehen.

Was haltet ihr von den Änderungen bei SchuelerVZ, MeinVZ und Konsorten? Genügt das, um im deutschen Social-Networking-Markt wieder Fuß zu fassen oder sollte Holtzbrink die 90 Millionen, die sie 2007 dafür gegeben haben, nicht besser einfach abschreiben? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Neue Artikel von GIGA

GIGA Marktplatz