Was ist eine Risikolebensversicherung?

Peer Göbel

Eine elementare Wahrheit ist das ungewisse Wechselspiel zwischen Leben und Tod. Kein Mensch kennt den Zeitpunkt seines Todes und nicht wenige hinterlassen liebe Angehörige, die es zu versorgen gilt. Ein bekanntes und probates Mittel ist die Risikolebensversicherung (RLE).

Was ist die Risikolebensversicherung?

Einfach ausgedrückt sichert die RLE im Falle des Todes die Hinterbliebenenversorgung der Angehörigen. Der Leistungsfall bedingt folglich den Tod der versicherten Person. Sie ist somit also von der kapitalbildenden Lebensversicherung abzugrenzen, bei der primär die Altersvorsorge fokussiert wird. Die zwangsweise etablierten Mischformen sind kritisch zu betrachten, da der kapitalbildende Anteil mit dem Tod der versicherten Person erlischt. Altersvorsorge und RLE sollten grundsätzlich getrennt werden. Die Laufzeit der RLE wird bei Vertragsabschluss festgelegt. Die Mindestdauer wird in der Regel auf fünf Jahre festgeschrieben.

Sinn und Zweck?

Es gibt eine Reihe guter Gründe eine RLE abzuschließen. Ihr Sinn mag zwar die Versorgung der Hinterbliebenen sein, daraus leiten sich aber verschiedene Szenarien ab. In der Praxis werden über RLE als Restschuldversicherung größere Konsum- bzw. Investitionskredite abgedeckt. Der Hauskauf ist hier das klassische Beispiel. An zweiter Stelle steht die Absicherung von Kindern und deren Ausbildung bzw. Studium. Verstirbt einer oder beide Elternteile, soll über die RLE deren Kindheit bzw. Start ins Berufsleben finanziell nicht gestört werden.

Worauf muss geachtet werden?

Die RLE kann auf zwei Arten abgeschlossen werden. Bei der Ersten tritt der Versicherungsnehmer selbst als versicherte Person auf und erweitert die RLE ggf. um eine zweite Person. Es entsteht eine sog. verbundene RLE, bei der nur ein Beitrag gezahlt wird, wobei im Falle beidseitigen Todes die Versicherungssumme auch nur einmal gezahlt wird. Zum anderen kann der Versicherungsnehmer statt Seinerselbst einen Dritten als versicherte Person bestimmen – deren schriftliches Einverständnis vorausgesetzt. Die zweite Variante wird in der Praxis bevorzugt abgeschlossen, um im Todesfall die Erbschaftssteuer zu umgehen.

Die Höhe der Summe wird üblicherweise auf des 3- bis 5-fache des Jahresgehalts festgelegt. Die Versicherungssumme kann dabei konstant oder Fallend sein. Die fallende wird in der Praxis bevorzugt. Wie bei allen Lebensversicherungen gilt: je gesünder und jünger der Versicherungsnehmer, desto geringer die Beiträge. Kombinationen mit Unfall- und Berufsunfähigkeit sind möglich, aber nicht praktikabel. Auch hier wird eine saubere Trennung nach Einzelverträgen empfohlen.

Anbieter und Abschluss

Wie bei allen Versicherungen sollten die Anbieter vor Abschluss unbedingt verglichen werden. Hier bieten sich Onlinevergleichsportale wie www.risikolebensversicherung.com an. Da die Konditionen und Bedingungen der Verträge sehr verschieden ausfallen, bieten derlei Portale einen guten Überblick.

Bild: © S. Hofschlaeger / PIXELIO

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