iPad 3G: AT&T entschuldigt sich für Hacker-Angriff

Florian Matthey

Wer in den USA ein iPad 3G mit einer SIM-Karte von AT&T benutzt, hat in den letzten Tagen ein Entschuldigungsschreiben von seinem Netzbetreiber bekommen. Hacker haben bei AT&T eine Sicherheitslücke ausgenutzt, die es ihnen erlaubt hat, E-Mail Adressen von iPad-Kunden auszuspionieren (wir berichteten).

In der E-Mail beschreibt AT&T, wie es zu dem Vorfall kommen konnte: Die Angreifer, die AT&T als “selbsternannte Hacker” bezeichnet, haben erkannt, dass die AT&T-Internetseite die ICC-ID eines iPads abruft und dann die beim Betreiber registrierte E-Mail-Adresse ausgibt. Mittels eines Skripts ließen sich dann sehr viele verschiedene ICC-IDs ausprobieren, so dass die Angreifer letztendlich eine Liste mit über 100.000 Adressen zusammenstellen konnten. Einige Prominente tauchen ebenso wie Militärs auf der Liste auf.

AT&T erklärt, dass das Unternehmen die Lücke binnen Stunden schließen konnte und versichert, dass lediglich die E-Mail-Adressen an die Angreifer gingen – keine Account-Informationen, Passwörter, E-Mail-Inhalte oder andere persönliche Daten. Außerdem verspricht AT&T eine Zusammenarbeit mit den Behörden bei einer möglichen strafrechtlichen Verfolgung und warnt die Kunden vor potentiellen Phishing-Angriffen.

Weitere Themen: Hacker, 3g, AT&T

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