iPad-Ausgaben von Zeitungen verkaufen sich noch schlecht

Sebastian Trepesch
27

In den iPad-Versionen werden Zeitungen in Deutschland sehr zurückhaltend gekauft. Die IVW veröffentlichte die Verkaufszahlen für das vierte Quartal 2010, unter denen die konkreten Werte für die ePaper-Titel des Springer-Verlags gelistet sind.

Montag bis Samstag hat die Axel Springer AG die Bild Deutschland als ePaper in einer Auflage von 18.768 Exemplaren vertreiben können. Davon sind allerdings nur 785 Leser Abonnenten. Über “Sonstiger Verkauf” wurden täglich 17.983 Exemplare verkauft. Laut Meedia seien dies “stark rabattierte Angebote”, sie könnten sich also auf die 79-Cent-Testphasen beziehen. Das Medienportal nennt die Zahlen im dreistelligen Bereich deshalb “ernüchternd“. Zum Vergleich: Die Auflage der Druckausgabe beläuft sich auf 3,7 Millionen Exemplare.

Die Welt steht noch deutlich schlechter da: Nur 383 Abonnements und 32 Einzelverkäufe konnte der Verlag als ePaper vertreiben, inklusive “sonstiger Verkäufe” beläuft sich die Auflage auf 1.951 Exemplare.

Viele der Titel sind als elektronische Ausgabe noch sehr neu. Es wird deshalb erst im nächsten Quartal abzusehen sein, wie viele der Early Adopters unter den Lesern von den kostenlosen oder günstigen Testabonnements auf die regulären Abos umsteigen. Die Zahl der potentiellen Kunden steigt durch die zunehmende Verbreitung der Tablet Computer seit ein paar Monaten stark an.

Die Daten hat die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) veröffentlicht. Vergleiche zu früheren Quartalen können mangels Informationen noch nicht gezogen werden.

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz