iPad-Datenklau: Hacker gibt AT&T-Datenangriff zu

Katia Giese
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Unter dem Namen “Goatse Security” griffen sie angeblich die Server des US-amerikanischen Netzanbieters AT&T an und spähten die Daten von iPad-Kunden aus. Einer der Verdächtigen, Daniel Spitler, kommt der Staatsanwaltschaft nun mit einem Geständnis entgegen. Er gibt zu, sich im Juni 2010 Zugang zu den E-Mail-Adressen von mindestens 114.000 iPad-Benutzern in den USA verschafft zu haben. Dafür drohen ihm bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe.

Wie sehr sich seine Strafe mit dem Geständnis mildern lässt, ist noch nicht abzusehen, denn der Staatsanwalt Paul Fishman will gegen die Hacker hart durchgreifen, die in seinen Augen “eine zunehmende Belastung für die Gesellschaft sind und Einzelpersonen wie Unternehmen schaden, um Bekanntheit zu erlangen”. Im Juni 2010 hatte die französische Hackergruppe erkannt, dass die AT&T-Internetseite die ICC-ID eines iPads abruft und die beim Betreiber registrierte E-Mail ausgibt. Mittels eines Skripts ließen sich so sehr viele verschiedene ICC-IDs ausprobieren, sodass die Angreifer letztendlich eine Liste mit etwa 114.000 Adressen zusammenstellen konnten. Einige Prominente tauchen ebenso wie Militärs auf der Liste auf.

AT&T erklärte, dass das Unternehmen die Lücke binnen Stunden schließen konnte und versicherte, dass lediglich die E-Mail-Adressen an die Angreifer gingen – keine Account-Informationen, Passwörter, E-Mail-Inhalte oder andere persönliche Daten. Kurz darauf nahm das FBI die Fahndung nach den Hackern auf und konnte schon nach einer Woche den ersten Verdächtigen, Andrew Auernheimer, festnehmen. Auernheimer und Spitler müssen Ende September mit der Hauptverhandlung in der Sache rechnen.

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