Zukunft eines Verlags: Die Frankfurter Rundschau auf dem iPad

Tizian Nemeth
14

Nun können Anwender auch Frankfurter Rundschau auf dem iPad lesen. Neben den Inhalten aus dem Print-Bereich bietet die FR auch multimediale Inhalte wie Slideshows und animierte Grafiken, versprechen die Betreiber. Allerdings haben iPhone Besitzer das Nachsehen, die App gibt es ausschließlich für das iPad.

Während man die App kostenlos herunterladen kann, kostet die jeweilige Tagesausgabe 79 Euro-Cent. Vergleicht man das mit den 1,60 Euro für die Printausgabe, hat der Verlag die Zeichen der Zeit und die Forderungen der iPad-Anwender eindeutig verstanden. Das bestätigt auch Chefredakteur Rouven Schellenberger im Interview mit Meedia: “Einerseits sparen wir Druckkosten: Das geben wir an die Kunden weiter.” Auf der anderen Seite präsentiert die Zeitungs-App die besten redaktionellen Beiträge und dafür zusätzliche Informationen, die für die Lesern der Digital-Ausgabe produziert werden.

Die Entscheidung, den Inhalt der Print-Ausgabe nicht vollständig auf das iPad zu holen, hat der Verlag aufgrund der Erfahrungen der Testleser getroffen. Die hatten sich über den zu großen Umfang beschwert.

Auf die Frage nach den Zielen angesprochen, die der Verlag mit der App verfolgt, erklärt Schellenberger:”Wir investieren hier in die Zukunft. Im Unterschied zum Web machen wir mit der App aber von Beginn an klar, dass diese Leistung Geld kostet.” Damit beschreibt er einen Weg, dem sich auch andere Print-Medien nicht verschließen sollten.

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz