Apple will das iPhone 4G zurück - Gizmodo nimmt es auseinander

Florian Matthey
64

Die Autoren von Gizmodo haben Post bekommen: Apple möchte das Gerät zurück, das dem Unternehmen gehöre, sich zur Zeit aber im Besitz von Gizmodo befinde. Es handelt sich um das Protoyp-iPhone 4G, das die Gizmodo-Macher vor der Rückgabe noch komplett auseinander genommen haben.

Apples Vizepräsident und Rechtsberater Bruce Sewell meldete sich mit einem höflichen Schreiben bei Gizmodos Chefredakteur Brian Lam und forderte das Gerät zurück, das sich in Apples Eigentum befinde. Gizmodo sieht sich nicht der Hehlerei schuldig, obwohl die Website nah Informationen von AppleInsider 5.000 US-Dollar an den Finder bezahlt haben soll. Dieser habe das iPhone laut Gizmodo in einer Bar gefunden, in der es ein Apple-Softwareentwickler es verloren hatte (wir berichteten) – und nicht etwa gestohlen. Auch habe die Website Apple direkt für eine Stellungnahme kontaktiert, dem Unternehmen also sofort mitgeteilt, dass die Autoren das iPhone erhalten haben.

Das Auseinandernehmen des Handys offenbart derweil einige interessante Details: Die Größe des Logic Board beträgt nur noch ein Drittel der Boards in den Vorgänger-Modellen, wodurch Apple einen deutlich größeren Akku verbauen konnte, der rund fünfzig Prozent des Gehäuses ausfüllt. Das Logic Board selbst ist unter Metall versteckt, lässt sich also nur durch eine Beschädigung des Geräts offenlegen – einen Schritt, den Gizmodo nicht unternehmen wollte. Ob Apple also in dem Gerät einen eigenen Prozessor wie im iPad verbaut, ist daher nicht bekannt. Insgesamt hatten die Autoren den Eindruck, dass es sich um ein fertiges Produkt handle – in diesem Gehäuse sei kein Platz mehr für zusätzliche Komponenten.

Externe Links

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz