Aufgepasst: Abo-Fallen in App-Anzeigen

Thomas Konrad
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Hinter Werbebannern in iPhone Apps können sich Abo-Fallen verstecken: Mit dem Verweis auf Leistungen der Firma “Ericsson IPX” berechnete die Telekom einem erstaunten Anwender in seiner iPhone-Rechnung 11,97 Euro. Wie sich später herausstellte, hatte der iPhone-Nutzer durch das bloße Aufrufen einer Anzeige in einer App ein Abonnement abgeschlossen.


Auf Anfrage des verdutzten iPhone-Nutzers, wofür man ihm diese 11,97 Euro berechnet hat, meldet sich Ericsson IPX mit Sitz in Stockholm per SMS: Für diesen Fall sei man nicht zuständig, heißt es darin. Später kommt ein Brief von dem Unternehmen, der Nutzer solle sich an Cellfish Media wenden, ein Unternehmen mit Sitz in Frankreich. Am Ende der Kette befindet sich schließlich die Firma MyDoo GmbH, die Klingeltöne, Videos und Bilder als Abo-Dienst anbietet. Tatsächlich schließen Anwender beim Aufrufen der MyDoo-Anzeigen ein Abo ab, ohne dass sie dabei weitere Angaben machen müssen.

Das Magazin Meedia warnt vor Abzockern auf dem Handy-Werbemarkt: “Die alten Tricksereien aus der Netz-Vorzeit feiern ein Comeback im mobilen Web und gefährden das sonst als so sicher gepriesene iPhone.” Zwar sei es zweifelhaft, ob ein so geschlossener Vertrag überhaupt gültig sei – Ärger haben die betroffenen User dennoch, auch weil im vorliegenden Fall der Urheber MyDoo seine Identität durch vorgeschobene Firmen verschleiert, die die Suche nach dem eigentlichen Vertragspartner erschweren: “Etlichen Betroffenen dürfte auf dem Recherche-Weg die Puste ausgehen.”

Bereits im Januar hat es Fälle von iPhone-Abzocke gegeben, bei denen sich ein Dialer in AdMob-Werbebannern versteckt hatte.

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