Googles Android assimiliert Apples iPhone

Bernd Korz

</a Android gegen iPhone OS – Google vs. Apple So scheint es sich zu entwickeln, zwischen diesen Beiden großen Unternehmen wird sich der Kampf in nächster Zeit abspielen und alle anderen werden, wenn überhaupt, bis auf weiteres nur Statisten sein.

Nun gibt es Menschen die das iPhone lieben, es schaut cool aus, hat etwas edles und ist ein Statussymbol. Einige unter diesen Kunden sind aber auch verkappte Android Liebhaber, wie kann man nun aber “fremdgehen” ohne es zugeben zu müssen und trotzdem öffentlich auszuleben?

Die Antwort ist einfach: Mit dem OpeniBoot Loader. Der Bootmanager, wie man ihn auch unter Linux und Windows oder auch für EFI kennt und in täglichem Einsatz sieht, nistet sich wie ein Parasit ganz vorne im iPhone auf dem Speicher ein. Startet man nun das iPhone läd er nicht den Bootloader von Apple, sondern den Bootmanager OpenoBoot. Dieser wiederum legt fest, von welcher Partition eines Speichermedium gestartet werden soll.

Wählt man das Apple Logo, so geht er auf den Bootloader von Apple und startet ganz normal sein iPhone, geht man jedoch auf das zweite Logo, so startet das iPhone Googles Android Betriebssystem.

Nun, ein Betriebssystem welches auf Linux basiert, ist nicht all zu schwer zu portieren, denn im System selbst gibt es bereits so viel Code um Linux auf den unterschiedlichsten Plattformen wie PPC, ARM, x86 und was es noch alles gibt, lauffähig zu machen. Schwerer wird es dann schon mit der speziellen Hardware, denn jeder Hersteller verbaut da so seine eigenen Chipsätze. Da wären z.B. WiFi, Bluetooth Touchdisplay, Soundchip, Grafikchip, Tastatur, Tasten am Gerät, Mass storage devices (Festplatte…) North/Southbridge und noch so einiges mehr, was das System verstehen und kontrollieren muss.

Ist also erst einmal der Bootloader umgebaut und sogar das Betriebssystem so umgeschrieben, dass es auf dem iPhone funktioniert geht es ins Eingemachte, die Treiber müssen angepasst werden. Meist reicht eine Erweiterung der DeviceID um den richtigen Treiber zu initialisieren, egal jedoch was es ist, es muss gemacht werden. Für das iPhone hat nun schon einiges geklappt und Android läuft, wie man auf obigem Video sehen kann, bereits darauf. Selbst die Geschwindigkeit ist nicht zu verachten, besonders im Hinblick darauf, dass es sich bei der gezeigten Version um eine Debugversion handelt, die nahezu alle Ereignisse im Hintergrund noch logged. Eine Finale Version kann ohne Zweifel mindestens doppelt so schnell sein.

Noch sind nicht alle Treiber fertig, aber die wichtigsten Sachen wie Grafik, WiFi und Ton, sowie Touchscreen und OnDisplay Tastatur funktionieren anscheinend schon einwandfrei. Wer gerne selbst zum Hacker wird und sein iPhone mit Android ausstatten möchte kann sich hier eine Anleitung dafür anschauen. Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man Erfahren sein sollte! Und auch die Information, dass jegliche Garantie erlischt ist nicht unerheblich. Bei letzterem sei jedoch gesagt, dass die Garantie Seitens Apple so oder so eher ein schlechter Scherz ist und die Serviceabwicklung massivst zu Wünschen übrig lässt, man muss sich also davon nicht zwingend abschrecken lassen.

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