wunderlist: Vielversprechender Aufgabenverwalter für Mac und iPhone

Sebastian Trepesch
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Wunderlist ist ein schlanker, kostenloser Aufgabenplaner für Mac, iOS und Windows In den ersten sieben Wochen nach Erscheinen wurde die Anwendung bereits 180.000 mal heruntergeladen, die Entwickler “6 Wunderkinder” erhalten nun sogar Kapital aus einem Gründerfonds. Macnews.de sprach mit Robert Kock, Co-Gründer des jungen Berliner Unternehmens. Heraus kam unter anderem, dass die Anwendung ein Testballon für Größeres ist. macnews.de: Für eine fehlerfreie Anwendung hat die Zeit nicht gereicht?

Robert Kock: Klar, ganz ohne Bugs ging es nicht. Aber wir versuchen, die Fehler möglichst rasch auszubessern.

Eine neue iPhone Version haben wir bei Apple bereits eingereicht. Eine neue Desktop-Version erscheint heute Abend oder morgen.

macnews.de: Liefern Sie neue Funktionen gleich mit?
Robert Kock: Einen großen Wunsch unserer Nutzer haben wir umgesetzt: Die Listen können mit anderen Anwendern geteilt werden. Nicht nur über unsere Software, sondern auch über cloudapp.com. Zudem lassen sie sich per Mail verschicken und ausdrucken.

macnews.de: Was steckt hinter dem “Big Thing”, das die 6 Wunderkinder auf der Webseite ankündigen? Eine GTD-Anwendung wie Things?
Robert Kock: Wir arbeiten an wunderkit, einer Online-Plattform, auf der verschiedene Gruppen und Unternehmen miteinander arbeiten können. Schlecht mit etwas zu vergleichen, jedenfalls völlig anders als Things, und cloudbasiert.

macnews.de: In vielen Unternehmen sind die Datenschutzbedenken in Bezug auf die “Wolke” groß.
Robert Kock: Das ist in der Tat besonders in Deutschland ein wichtiges Thema. Deshalb läuft die Synchronisation SSL-verschlüsselt ab und beim Launch von wunderkit ziehen wir auf Amazon S3-Server um. Damit halten wir uns an die europäische Norm.

macnews.de: Das kostenlose wunderlist wird dann eingestampft?
Robert Kock: Mit wunderlist erproben wir unseren Ansatz, die Usability, und sammeln Feedback. Trotzdem wird die Anwendung auch neben wunderkit weiterentwickelt und bleibt kostenlos.

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Wunderlist konzentriert sich eher auf einfache Bedienung als umfangreiche Funktionen: In eigenen Listen können Aufgaben eingetragen werden. Diese können über einen Server der Entwickler zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert werden. Shortcuts und Drag-and-Drop erleichtern die Bedienung.

Die Handhabung überzeugt. Ein paar kleinere Mängel versprachen die Entwickler schnell auszumerzen. Im macnews.de-Test verschwanden zum Beispiel die bestehenden Einträge nach der Anmeldung zur Synchronisation. Die kostenlose iPhone-App* gibt es bislang nur auf Englisch, und eine Horizontalansicht für die größere Tastatur fehlt ebenfalls. Ansonsten laufen die Bedienung und das Zusammenspiel mit der ebenfalls kostenlosen (unter anderem deutschen) Desktop-Version geschmeidig.

Heute gab “6 Wunderkinder” bekannt, dass es den High-Tech Gründerfonds als neuen Investor gewinnen konnte: Mit dem Kapital in Höhe von 500.000 Euro soll nach Auskunft des Unternehmens vor allem die technische Entwicklung und Umsetzung der Plattform “wunderkit” finanziert werden, welche in der ersten Jahreshälfte 2011 erscheinen soll.

5,1 Megabyte Download – mind. OS X 10.5 – deutsch – kostenlos

Weitere Themen: Microsoft Windows, Wunderlist, Mac

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