Switcher Stories: Die mit geilen Beats und toten Netzwerken (Julien)

Flavio Trillo
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Die meisten Mac-User haben mit Windows angefangen. Dann kam irgendwann der Moment, in dem sie sich sagten: „Es reicht! Ich will nicht mehr!“ So oder so ähnlich ging es auch uns und deshalb erzählen wir euch hier unsere ganz persönlichen „Switcher Stories“.

Switcher Stories: Die mit geilen Beats und toten Netzwerken (Julien)

Im zweiten Teil unserer Mini-Serie berichtet Kollege Julien seine ganz persönlichen Beweggründe, vom Windows-PC auf den Mac zu wechseln. Ob aus den Träumen eines angehenden Musikproduzenten geworden ist und was man während einer Vorlesung alles mit einem Laptop machen kann, erklärt er euch am besten selbst.

Wir wollen aber auch hören, welcher Moment bei euch den Ausschlag gegeben hat. Wann und warum habt ihr PCs abgeschworen? Schreibt es in die Kommentare!

Switcher-Story #2: Juliens große Pläne für den kleinen Apple

Bei mir kam die Erleuchtung oder der Umstieg (je nachdem von welcher Seite man das betrachtet) kurz nach Weihnachten 2008. Ausschlaggebend dafür waren gleich drei Gründe, die in der Summe dazu geführt haben, dass ich „bekehrt“ wurde.

Zum einen war da natürlich der Ärger mit meinem damaligen Rechner. Zwar kriege ich das Modell und die Komponenten absolut nicht mehr zusammen, weiß allerdings noch, dass er mit Windows XP lief. Mit den Jahren wurde das gute Stück immer unzuverlässiger. Bis ich an einen Punkt kam, an dem ich fast alle zwei oder drei Monate die Festplatte formatieren durfte, weil nichts mehr ging. So konnte das nicht mehr weitergehen, also stand fest: Ein neues Gerät musste her.

Wenige Monate vor meinem Umstieg begann ich im Oktober 2008 mein Studium. Die Laptop-Dichte war damals bei weitem noch nicht so hoch wie heutzutage, dennoch klappten bereits viele meiner Kommilitonen ihre Notebooks in den Vorlesungen auf. Zwar haben die Wenigsten auch wirklich sinnvolle Dinge wie Mitschriften gemacht, sondern viel mehr ihre StudiVZ-Profile gecheckt (ja, das war damals der große Hit). Dennoch wurde mir bewusst, wie praktisch so ein tragbarer Rechner fürs Studium ist — zum Mitschreiben natürlich, nicht zum Spielen/Chatten/.

Der dritte und letzte Grund, der mich dann endgültig auf die Pfade nach Cupertino führte, lag in meinem Freundeskreis. Wir waren damals wie heute sehr der elektronischen Musik verfallen und dachten uns in unserem jugendlichen Leichtsinn: „Geil, sowas können wir bestimmt auch selbst produzieren.“ Was braucht man dafür? Nun ja, auf jeden Fall so einen coolen Laptop von Apple. Ich bemerkte recht schnell, dass mir die Ausdauer fehlte, stundenlang an Loops und Samples zu arbeiten. Was blieb, war meine Erkenntnis, dass mir Apple-Computer wesentlich besser gefallen als die der anderen Hersteller.

Egal ob für Video- und Audioschnitt, oder das Verarbeiten riesiger Textdokumente: Mein MacBook Pro (Mitte 2008) hat mich in all den Jahren kaum im Stich gelassen. Doch seine Zeit neigt sich dem Ende zu. So darf sich mein treuer Gefährte bald in den wohlverdienten Ruhestand begeben und wird durch einen Jungspund aus Cupertino ersetzt.

In zwei Tagen, in Teil 3 unser Switcher-Stories, berichtet euch Kollege Sven, wie Übermut und Leichtsinn ihn in die Arme des Obstriesen trieben. Teil 1 handelt von Sebastians Erlebnissen am Grat zwischen Fenster und Apfel.

Weitere Themen: OS X Yosemite