Switcher Stories: Die mit Witzen und Überläufern (Kamal)

Flavio Trillo
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Die meisten Mac-User haben mit Windows angefangen. Dann kam irgendwann der Moment, in dem sie sich sagten: „Es reicht! Ich will nicht mehr!“ So oder so ähnlich ging es auch uns und deshalb erzählen wir euch hier unsere ganz persönlichen „Switcher Stories“.

Switcher Stories: Die mit Witzen und Überläufern (Kamal)

Der 5. Teil unserer Switcher-Story-Reihe befasst sich mit den Bekenntnissen ehemals überzeugter Windows-User. Kamal aus unserer Android-Redaktion schwörte jahrelang auf sein Sony-Notebook. Doch dann kam der Tag, an dem alles anders wurde. Voller Wut- ach, am besten erklärt er es selbst.

Wir wollen aber auch hören, welcher Moment bei euch den Ausschlag gegeben hat. Wann und warum habt ihr PCs abgeschworen? Schreibt es in die Kommentare!

Switcher-Story #5: Kamal

Ich habe mir jahrelang geschworen, mir niemals, aber wirklich nie in meinem ganzen Leben, ein überteuertes MacBook zu kaufen. Über 2.000 Euro für einen Laptop? Das ist ja wohl ein Witz. Tja, im Oktober dieses Jahres war es dann doch soweit. Aber warum?

Bis zu meinem Umstieg war ich seit meinem ersten eigenen Rechner 1999 immer ein „treuer“ Windows-Nutzer. Windows 98, Windows XP, Windows 7 und zuletzt Windows 8/8.1. In dieser Zeit besaß ich diverse Laptops und stationäre PCs, mit denen ich zugegebenermaßen sehr viele Probleme hatte. Und das lag nicht etwa daran, dass ich mir das Billigste vom Billigen gekauft hätte. Ja, die Rechner kosteten keine 2.000 Euro, sondern lagen eher zwischen 500 und 1.000 Euro (neu, wohlgemerkt), aber für diese Menge an Geld sollte man doch erwarten, dass das Gerät auch mal problemlos länger als 1,5 Jahre durchhält. Oder?

Leider war genau das bei mir nicht der Fall, vor allem meine beiden letzten Laptops waren ausschlaggebend für meinen Wechsel. Bei meinem Sony Vaio schmorte kurz nach Ablauf der Garantiezeit offenbar der Grafikchip durch, eine Reparatur wäre ziemlich teuer geworden, Kulanz zeigte das Unternehmen keine. Also das Gerät für einen Bruchteil des Originalpreises verkauft und auf ein anderes umgestiegen, besser, schneller, leichter und mit mehr Leistung.

Schon von Anfang an standen die Zeichen hier aber eher schlecht, denn nachdem ich den Rechner vollständig eingerichtet hatte und dann nach ca. zwei Wochen das Update auf 8.1 durchführte, funktionierte überhaupt gar nichts mehr und meine einzige Option war, das System komplett neu aufzusetzen. Fantastisch. Danach machte immer wieder irgendetwas Problem, zuletzt hustetet die Festplatte sehr kränklich, schon vorher stürzte der Rechner immer wieder ab und ließ sich nur über die Wiederherstellungskonsole starten usw. Ich wüsste gerne einmal, wie viele Bluescreens ich in meinem Leben (auf meinen Rechnern) schon gesehen habe.

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Kamal against the Machine: Computer

Alles in allem waren es für mich also zahlreiche technische Probleme, die mich zum „Überlaufen“ (sowohl im Bereich der Emotion als auch beim Betriebssystem) brachten. In meinem Umfeld gab es natürlich auch einige Freunde, die selbst schon lange mit einem MacBook arbeiteten und wesentlich weniger Probleme (nicht keine, aber eben nicht solche massiven) mit ihrem Rechner hatten, als ich. Und um nun meine Nerven und mein Herz zu schonen (dafür aber eben nicht meinen Geldbeutel) wagte ich den Wechsel. Bisher bereue ich absolut nichts und vermisse Windows auch nicht. Mehr Infos zu meinen Erfahrungen findet ihr übrigens in meinem iSwitch.

Der vergangene Teil unserer Switcher-Stories handelt von meinem eigenen Weg – von Windows 3.11 bis OS X Yosemite.

Weitere Themen: OS X Yosemite