iTry 2.0: 12 Tage und 12 graue Haare

von

Mit offenem Geiste begab ich mich in das Abenteuer iTry 2.0. Vier Wochen, in denen ich nur Android- und Windows-Geräte benutzen darf — lächerlich. Das sitze ich doch auf Rasierklingen ab. Dachte ich. So langsam zeigen sich aber neben den üblichen Gewohnheitsmacken die ersten Ärgernisse.

iTry 2.0: 12 Tage und 12 graue Haare

Der Marktanteil für das Android OS bei Smartphones liegt derzeit bei etwa 68 Prozent. Ich frage mich allerdings, ob die „Dunkelziffer“ nicht deutlich höher liegt, müssen doch mindestens 30-40 User pro Tag von ihren Geräten erschlagen werden. Das Galaxy Nexus ist mir zumindest schon öfter ins Gesicht gefallen, als ich ohne Scham zugeben könnte.

Das liegt nicht nur an der vermeintlich glibschigen Plastikoberfläche. Nein, auch die Position der (herzlich wenigen) physischen Schalter trägt ganz erheblich dazu bei, dass meine Nase bereits mehrfach Bekanntschaft mit einer der abgerundeten Ecken des Geräts machen durfte.

Wie das passieren kann? Nun ja, man liegt nichtsahnend auf dem Rücken und schaut sich vor dem Schlafengehen noch ein paar alte Folgen des DDR-Sandmännchens an. Dann will man etwas lauter stellen, weil Schnatterienchen schon wieder so leise redet. Irgendwie schafft das Nexus es bei diesem Griff regelmäßig, mir zu entgleiten und, der Schwerkraft brav gehorchend, gen Antlitz zu entfleuchen.

Ja ja, der ungeschickte iTry-Typ wieder. Na gut. Aber kommen wir mal zu etwas Handfestem. Ich glaube nicht, dass es nur ein Gefühl ist, dass die „Klickzonen“ im Android OS kleiner sind, als bei iOS. Das soll heißen, wenn ich eine kleine Touch-Schaltfläche auf dem Display habe, reagiert sie ziemlich gnadenlos nur dann, wenn ich wirklich ganz präzise drauf tippe. Keine Toleranz, kein Spielraum.

Wenn ich mich recht erinnere, ist das bei meinem iPhone nicht so gewesen — da konnte man sich immer eine gewisse Schlampigkeit genehmigen und trotzdem noch „treffen“. „Ist halt nichts für Grobmotoriker, so ein Smartphone“ — schon klar, dass das kommen muss. Es hat aber auch viel mit Komfort zu tun, ob ich mich beim Tippen auch noch drauf konzentrieren muss, oder aus dem Augenwinkel schätzen kann, wo die Fingerspitzenreise hingeht.

Speziell beim Motorola Xoom 2 ME nervt mich ganz unheimlich, dass man Programme nicht einfach beenden kann, wie etwa mit dem Nexus und Android Jelly Bean. Einfach in der Multitasking-Ansicht die kleinen Vorschaufenster zur Seite wischen? Nichts da. Wenn es eine einfachere Möglichkeit gibt, als jede App in den Einstellungen einzeln zu „Force-Quitten“ (sind das Früchte, die auf dem Todesstern wachsen?), möge man sie mir bitte mitteilen.

Numero nächst: Ich finde es darüber hinaus äußerst befremdlich, dass es keinen einfachen Zugang zum Stummschalter des Smartphones gibt. Beim iPhone: Direkt an der Seite, ein Schalter, Bzzzt, fertig. Meine Android-Hardware muss ich erst aus dem Schlaf wecken, sie dann entsprerren und umständlich die Lautstärketasten bedienen, bis Ruhe herrscht.

Das wäre dann erst einmal alles. Jetzt konzentriere ich mich wieder auf die positiven Aspekte dieses hervorragenden iTry 2.0, versprochen! Wie sieht’s bei euch aus? Was ärgert euch an eurem Smartphone oder Tablet am meisten?

iPhone-Display kaputt? Akku zu schnell leer? Kein Problem: Display oder Akku selbst tauschen mit den Komplettsets zur iPhone-Display-Reparatur oder dem iPhone-Akku-Wechsel von GIGA & Fixxoo!

Weitere Themen: Motorola Xoom 2 Media Edition , Google Galaxy Nexus


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA APPLE

Anzeige
GIGA Marktplatz