iTry 3.0 und das Nokia Lumia 920: Der Kamera-Test

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Seit gut einer Woche bin ich nun mitten in meinem iTry 3.0. Mein meist genutzter Gegenstand ist dabei das Nokia Lumia 920. Während Windows 8 für mich als Android-Nutzer doch ein wenig ungewöhnlich und herausfordernd ist, ist ein Teil des Lumia 920 dies absolut nicht: die Kamera.

iTry 3.0 und das Nokia Lumia 920: Der Kamera-Test

Es ist immer so eine Sache mit Smartphone-Kameras. Von den Herstellern werden sie oft als das Nonplusultra angepriesen, in der Praxis sieht das dann aber leider meist etwas anders aus. Beim Nokia Lumia 920 sieht das hingegen ganz anders aus. Vielleicht erinnert ihr Euch an den etwas peinlichen Fehltritt, den Nokia sich bei der Präsentation der integrierten Kamera geleistet hat. Ich muss sagen, dass ich nicht verstehe, warum da versucht wurde eine Mogelpackung zu verkaufen, denn die Kamera des Lumia 920 muss sich wirklich ganz und gar nicht verstecken.

Nokia Lumia 920: Die Kamera-Technik

Eines vorneweg: Hier ist immer noch die Rede von einer Smartphone-Kamera und selbstverständlich wird eine solche Technologie es schwer haben, mit „echten“ Kameras (Systemkameras, DSLR) aufzunehmen. Deshalb vergesst bitte nicht, dass es in der folgenden Beschreibung immer um die Relation Smartphone/Kamera geht. Des Weiteren möchte ich in meinem Test nur auf die Hauptkamera eingehen, da die Frontkamera weniger zum Fotografieren als zum zum Videochatten und  ähnlichem gedacht ist.

Bezeichnet als PureView mit Carl Zeiss Objektiv präsentiert Nokia im Lumia 920 eine meines Erachtens wirklich ausgesprochen gute Kamera, die ich so bisher noch in keinem anderen Smartphone gesehen habe. Sie hat einen  8,7 Megapixel starken Sensor und zeichnet Fotos mit einer Auflösung von 3.552 x 2.448 Pixeln auf. Dazu kommt ein Kurzpuls-Hochleistungs-Dual-LED-Blitzlicht.

Bildergalerie Nokia Lumia 920 Beispiele 1

Nokia selbst verspricht dank optischer Bildstabilisierung verwacklungsfreie Videos und gute Ergebnisse bei selbst schwierigeren Lichtverhältnissen, was dem integrierten BSI-Sensor zu verdanken ist. Des Weiteren bietet die Kamera folgende Funktionen und Eigenschaften:

Nokia Lumia 920: Kamera-Eigenschaften

  • Tessar-Objektiv von Carl Zeiss
  • Sucherbild im Querformat
  • Geotagging (Automatisches Versehen von Fotos/Videos mit Informationen zum Aufnahmestandort)
  • Automatischer und manueller Weißabgleich
  • Foto-Editor direkt im Gerät
  • Optische Bildstabilisierung
  • Sensortyp: BSI-Sensor
  • Echter 16:9-Sensor
  • Pixelgröße: 1,4 µm
  • Sensorgröße: 1/3 Zoll
  • JPEG- und EXIF-Format
  • 8,7  Megapixel
  • Blitz(licht)
  • Blendenwert: 2.0
  • Digitaler Zoom: 4  x
  • Brennweite: 26,0  mm
  • Blitz/Blitzlicht (Reichweite): 3.0  m

Wer gerne Filter und Motivprogramme nutzen möchte, wird hier auch einiges zur Auswahl finden:

  • Farbtoneinstellungen: Sepia, Graustufen, Solarisation, Farbsättigung, Falschfarben, Normal, Negativ
  • Motivprogramme:  Automatisch, Nachtporträt, Sport, Nachtaufnahme, Nahaufnahme, Hintergrundbeleuchtung
  • Aufnahmemodi: Video, Einzelaufnahme
  • Weißabgleich-Modi: Bewölkt, Lampenlicht, Neonlicht, Tageslicht, Automatisch
  • Fotoansicht: Filmrolle, Zeitachse, Fotoeditor, Favoriten, Album, Fotos aus sozialen Netzwerken

Was mir besonders gut gefällt ist, dass das Lumia 920 im Gegensatz zu den meisten anderen Smartphones mit einem eigenen Hardware-Knopf zum Auslösen ausgestattet ist, der zwei Druckpunkte besitzt (Fokussieren, Auslösen). Mit diesem Hardware-Knopf lässt sich außerdem auch die Kamera-App direkt aus dem Hauptmenü des Lumia 920 starten, man muss also nicht erst nach der entsprechenden App suchen, um ein Foto zu schießen. Die Reaktionszeit dabei liegt meinem Empfinden nach bei etwa 2 Sekunden, bis man ein Foto machen kann. Wer Bilder lieber mittels Berührung des Touchscreens auslösen möchte, wird auch hier nicht enttäuscht, denn auch diese Funktion bietet die Foto-App des Lumia 920.

Bildergalerie Nokia Lumia 920 Beispiele 2: Blitz

Natürlich kann man auch noch verwackelte Ergebnisse erzielen, wenn man sich richtig anstrengt  (auch im Makro-Modus kann es manchmal etwas schwieriger werden, vor allem wenn man zum Beispiel wie ich im Zug versucht, etwas aufzunehmen) , aber das ist eine andere Sache. Vor allem aber das Verhalten des Lumia 920 bei schwierigeren Lichtverhältnissen hat mich wirklich sehr überrascht. Das Bildrauschen ist hier im Gegensatz zu vergleichbaren Geräten ziemlich gering und somit gibt es auch später beim Betrachten eines Fotos keine bösen Überraschungen über das, was man da aufgenommen hat.

Bildergalerie Nokia Lumia 920 Beispiele 3: Makro

Bildergalerie Nokia Lumia 920 Beispiele 4: Low-Light

Nokia Lumia 920: Display

Aller Wahrscheinlichkeit nach will man sich die Bilder auch später auf einem größeren Bildschrim anschauen. Doch auch das Lumia selbst bietet hier dank seines 4,5 Zoll großen IPS- Displays mit einer Auflösung von 1280 x 768 Pixeln eine wirklich gute Aussicht. Kräftige Farben, eine hohe Leuchtkraft, ein anständiger Betrachtungswinkel und die gute Sichtbarkeit, auch wenn es draußen sehr hell ist, sorgen dafür, dass man sich auch sofort über die Qualität der selbst geschossenen Fotos informieren kann.

Nokia Lumia 920: Meine Kritik

Was ich noch wirklich richtig gut gefunden hätte wäre, wenn die Kamera des Lumia 920 die Möglichkeit von Highspeed- bzw. Slowmotion-Aufnahmen ermöglichen würde. So wäre es wirklich fantastisch, wenn man die Bildrate pro Sekunde bei Videos auf 120 Bilder pro Sekunde erhöhen könnte (dass das möglich ist zeigt etwa das Samsung Galaxy Note 2 oder die Galaxy Camera). Auch wenn das auf Kosten der Auflösung geht, sind diese Highspeed-Ergebnisse doch wirklich beeindruckend und machen Spaß.

Auch schade finde ich, dass generell nicht die Möglichkeit besteht, die Auflösung der Bilder manuell zu verringern, um so die Dateigröße zu minimieren (etwa, weil ein Bild schnell per Mail verschickt werden und dabei nicht 2 MB oder größer sein soll). Insgesamt ist das Menü der Foto-App sowieso recht minimalistisch gehalten, was aber vor allem all denjenigen zu Gute kommen wird, die nicht erst zahlreiche komplizierte Einstellungen vornehmen möchten, um ein anständiges Resultat zu erhalten.

Nokia Lumia 920 Kamera: Mein Fazit

Während es bei anderen Smartphone- (und auch günstigen Kompaktkameras) gerne schnell zu hässlichem Bildrauschen kommt, sobald es draußen auch nur etwas dunkler wird und man dann versucht, ein anständiges Foto aufzunehmen, erweist sich das Lumia 920 als wirklich beeindruckendes Gerät um auch dann noch anständige Ergebnisse zu erzielen.

Gerade weil das Smartphone ein Gerät ist, das man jeden Tag mit sich führt, dürfte das Lumia 920 vor allem für all diejenigen sehr interessant sein, die unterwegs schnell mal den ein oder anderen guten Schnappschuss machen will, ohne immer noch eine zusätzliche Kamera mit sich zu führen, aus Angst, das Ergebnis wird sowieso nur unansehnlich. Zwar muss man auch hier bei schlechten Lichtverhältnissen noch mit Bildrauschen rechnen, allerdings fällt diese meines Erachtens nach wesentlich geringer aus, als ich dies von anderen Smartphones kenne.

iTry 3.o und Gewinnspiel

Falls ihr während des iTry 3.0 aktuell und „live“ über meine Erfahrungen mit dem Nokia Lumia 920, meinem Sony Ultrabook, dem ASUS Vivo Tab RT und Windows 8 informiert werden wollt, folgt mir einfach auf Twitter (@HerrNicholas).

Übrigens: Am Ende der iTry Aktion (am 14.12.) werden alle Geräte, die ich für den iTry 3.0 verwende, verlost. Weitere Informationen zu dem Gewinnspiel folgen demnächst.

Der iTry 3.0 wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Saturn Berlin Europa-Center und Sony. Auch Saturn Berlin Europa-Center zwitschert, wenn ihr also über aktuelle Angebote informiert werden möchtet, folgt auch dort: @SatEuropaCenter.

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